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Krefeld: Stute Donjah gewinnt Herzog von Ratibor-Rennen

Galopp : Stute Donjah läuft den Hengsten davon

Acht Verfolger haben das Nachsehen beim Sieg der Stute aus dem Stall Grewe. Jeweils zwei Siege feiern Trainer Henk Grewe und Jockey Lukas Delozier. 5.700 Zuschauer setzen bei herrlichem Herbstwetter 143.000 Euro um.

„Das Gute kommt zum Schluss“ hatte der Krefelder Rennclub als Titel über den letzten Renntag der Saison 2018 geschrieben und lagen damit goldrichtig. Das beste Pferd des Renntages und vielleicht auch der gesamten Krefelder Saison gewann die Derby-Vorprüfung, das Herzog von Ratibor-Rennen, in einer selten erlebten Dominanz.

Eigentlich gab es vor dem Herzog von Ratibor-Rennen nur einen möglichen Sieger, den aus England eingereisten Hengst Certain Lad. Der Clodovil-Sohn hatte bereits sieben Rennen bestritten und dabei in England, Irland und Frankreich sehr gute Leistungen abgeliefert. 67.000 Euro hatte er seinem Besitzer dabei bereits eingaloppiert. Doch nach einigen Schwierigkeiten im ersten Bogen, als Certain Lad kaum um die Ecke zu steuern war, war er bereits zu Beginn der Zielgeraden mit seinem Latein am Ende.

Nun kämpften die drei Pferde von Trainer Markus Klug Accon, Dschingis First und Sibelius um den Sieg, doch als Jockey Lukas Delozier seiner Stute Donjah den Kopf freigab, stand die Siegerin des Rennen innerhalb von wenigen Galoppsprüngen fest. Satte sechs Längen war Donjah im Sieg voraus und das Team um Trainer Henk Grewe, der lange Jahre als Jockey in Krefeld bei Mario Hofer engagiert war, konnte feiern. Hinter Donjah eroberten Sibelius, Dschingis First und Accon die lohnenden Platzgelder. Mario Hofers Jeck Yeah landete auf Rang sieben und konnte so keines der fünf Gelder erobern.

Der Renntag hatte um 12 Uhr mit einer Prüfung für zweijährige Pferde begonnen. Wer vor dem Rennen einen Blick in den Führring warf, der konnte eigentlich sein Geld nur auf den Favoriten Münchhausen aus dem Stall von Trainer Markus Klug setzen. Der Hengst kam mit der besten Vorleistung an den Start und sah aus wie ein Crack. Daneben wirkte seine Konkurrenz wenig vertrauenswürdig und hatte teils schon Winterhaar aufgelegt. Doch am Ende siegte zu aller Überraschung die nobel gezogene Stute Shalona aus dem Stall von Trainer Sascha Smrczek mit Jockey Bayarsaikhan Ganbat im Sattel. Mit einer Nase hatten die beiden im Ziel das bessere Ende gegen Dormio und Lukas Delozier. Hochüberlegen mit sechs Längen, das konnten Lukas Delosier und Henk Grewe nicht nur im Hauptrennen mit Donjah, sondern bereits 90 Minuten zuvor mit der achtjährigen Stute Endio. Da blieben für Marina Marshall und Tech Terz nur die weiteren Plätze.

Im fünften Rennen sollten zwei Pferde von Trainer Mario Hofer an den Start kommen, doch Fair Hurricane weigerte sich mit aller Macht gegen das Beziehen der Startbox. Nach zahlreichen Versuchen, den Hengst an seinen Startplatz zu bringen, zog die Rennleitung die Konsequenz und verwies ihn des Rennens.

Somit gab es für die heimischen Vertretern beim letzten Renntag 2018 in Krefeld nichts zu ernten. Bereits um 15 Uhr war somit der Renntag beendet und viele Besucher hätten sich ein, zwei Rennen mehr gewünscht, da der (Renn)Tag ja eigentlich gerade erst in Schwung gekommen war. Doch das „Sechs-Rennen-Konzept“ des Krefelder Rennclub fand auch zum Finale seine Anwendung und viele Fragen nach der Akzeptanz beim übergeordneten Direktorium und den Besuchern bleiben offen. Die offizielle Besucherzahl wurde mit 5.700 angegeben. Der Umsatz bei nur sechs Rennen war mit 143.000 Euro sehr zufrieden stellend.