Krefeld: Sopov ruft Abstiegskampf aus, Oppum hofft auf die Wende.

Krefeld Handball : Trainer Sopov ruft für Adler den Abstiegskampf aus

Mit ähnlichen Voraussetzungen, nämlich in der Abstiegsregion der Tabelle, gehen Adler Königshof und TV Oppum ins kommende Wochenende. Für Oberligist TV Oppum steht das Spiel gegen die HG LTG/HTV Remscheid dabei zur ungewohnter Zeit, nämlich am Sonntag um 12.30, an.

„Wir haben die Pause sehr gut genutzt. Dennoch ist Remscheid klarer Favorit“, sagt Oppums Trainer Ljubomir Cutura. Der Tabellenzweite aus Remscheid kassierte bisher nur zwei Niederlagen und gehört mit 31 Toren im Schnitt zu den torgefährlichsten Teams der Liga. „Wir brauchen eine sehr gute Abwehrleistung, um da mithalten zu können“, schlussfolgert Cutura. Eine weitere Niederlage dürfen sich die Remscheider allerdings nicht mehr erlauben, denn der Rückstand zum Tabellenführer DJK Unitas Haan beträgt schon drei Punkte.

Die Oppumer gehen mit neuem Selbstvertrauen in die Partie. Beim 30:26 über den LTV Wuppertal überzeugte der TVO mit Kampfgeist und starker Abwehr. „Ohne diesen Sieg stünden wir auf einem Abstiegsplatz, von daher war er besonders wichtig für uns“, erklärt Oppums Trainer. „Wir müssen uns allerdings bei der Chancenverwertung deutlich verbessern“, merkt Cutura an, denn das Ergebnis gegen Wuppertal hätte durchaus noch höher ausfallen können. Der Trainer ist sicher, dass seine Mannschaft wieder so couragiert auftreten wird. „Wir haben uns bisher von Spiel zu Spiel gesteigert. Ich hoffe, dass wir auch am Sonntag wieder eine noch bessere Leistung abrufen können“, sagt er.

Noch prekärer ist die Lage eine Liga höher für die Adler Königshof. Die Mannschaft von Trainer Goran Sopov steht auf dem letzten Tabellenplatz. Da kommt der Begegnung bei den Wölfen Nordrhein am Samstag (18 Uhr) schon große Bedeutung zu. Immerhin liegen die Duisburger nur einen Zähler vor ihren Wochenendgästen. Mit dem Gegner will sich Adler-Trainer Sopov nur begrenzt befassen. „Wichtig ist, dass wir unser Spiel endlich durchbringen und konstant werden. Wenn wir weiter so viele Fehler machen wie zuletzt, dann müssen wir uns auf den Gegner gar nicht konzentrieren“, sagt er.

Entsprechend ruft der Übungsleiter bereits nach einem knappen Viertel der Saison den Abstiegskampf aus. „Wir sind Letzter und müssen schauen, dass der Abstand zum Mittelfeld nicht zu groß wird“, sagt der erfahrene Trainer. Dabei könnte ihm immerhin die Rückkehr von Niklas Funke helfen. Der Organisator der Abwehr fiel in den vergangenen beiden Spielen mit Muskelverletzung aus, stieg aber nun wieder ins Lauftraining ein. Sopov hofft auf seinen Einsatz. „Niklas ist wichtig für uns. Sein Fehlen hat uns gegen Korschenbroich sehr weh getan“, sagt Sopov. In diesem Spiel setzte er lange auf Sebastian Bartmann in dieser Rolle, was im Umfeld für Kritik sorgte, da er in den Augen vieler zu unbeweglich war. Baustellen neben dem Feld aber sind derzeit das, was Sopov fraglos am wenigsten brauchen kann.

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