Krefeld: Rüdiger Noack 75 Jahre alt

Krefeld Pinguine : Rüdiger Noack 75 Jahre alt

Der Mister-Eishockey Krefelds genießt seinen Ehrentag an der Nordsee.

(hgs) Die jetzt schon 25-jährige Krefelder DEL-Geschichte ist ganz eng mit einem Namen verbunden: Rüdiger Noack, der am Samstag 75 Jahre alt wird. Dem großen Trubel um seinen Geburtstag entgeht er und genießt seinen Ehrentag gemeinsam mit seiner Frau Renate in aller Ruhe an der holländischen Nordseeküste.

Rüdiger Noack war von 1995 bis 2001 sportlicher Leiter und Manager der Pinguine. Der langjährige DDR-Eishockeyspieler und letzter Staatstrainer des Landes stammt aus Weißwasser und errang von 1961 bis 1977 als Stürmer mit Dynamo Weißwasser zwölf DDR-Meistertitel. Für die DDR absolvierte er 241 Länderspiele und nahm an zwölf Weltmeisterschaften, davon sieben A-Turniere und fünf B-Turniere, sowie an den Olympischen Winterspielen in Grenoble teil. Nach dem Ende seiner Spielerlaufbahn übernahm er den Trainerposten bei Weißwasser und errang drei Meistertitel. Von 1977 bis 1982 war er Trainerassistent des DDR-Nationalkaders und übernahm kurz vor der Wende das Amt des DDR-Staatstrainers. Zur Saison 1990/91 übernahm er den Vorsitz von Dynamo Weißwasser. Nach einem Jahr als Manager beim SV Bayreuth wechselte er zum KEV und war dort zunächst sportlicher Leiter des Nachwuchses. Mit der Gründung der Pinguine-GmbH 1995 übernahm er die sportliche Leitung und das Management der Krefeld Pinguine. 2001 wechselte er zur Stadt Krefeld und war bis zur seiner Pensionierung für den Schulsport zuständig. Jahr für Jahr organisierte er mit viel Herzblut in den verschiedenen Sportarten die lokalen Turniere der Bezirkssportmeisterschaft sowie die Ehrung der Schulsportmeister.

2004 sicherten sich die Pinguine wieder die Dienste von Rüdiger Noack, der seitdem als sportlicher Berater maßgeblich an der positiven sportlichen Entwicklung beteiligt ist. Mit seinen vielen persönlichen nationalen und internationalen Kontakten sowie seiner großen Erfahrung schaffte er es immer wieder Spieler zu verpflichten, die relativ unbekannt waren und dann in der DEL für Furore sorgten. Vor zwei Jahre hat er sich aus dem aktiven Geschäft zurückgezogen. Er steht aber mit seiner Erfahrung dem Aufsichtsrat zur Seite und befindet sich auch mit Trainern und Spielern regelmäßig im Austausch. Sein Wort hat im Krefelder Eishockey immer noch Gewicht.