Amercian Football Krefeld Ravens mit perfektem Saisonstart gegen Münster Blackhawks

Krefeld · Beim 35:10-Heimerfolg gegen die Münster Blackhawks zum Start der Regionalliga West sendeten die Krefeld Ravens ein Statement an die Liga: Mit ihnen ist zu rechnen. Die 1350 Zuschauer sahen einen überzeugenden Auftakt.

David Crawford (Nr. 4) sorgt für den ersten Touchdown der neuen Saison für die Krefeld Ravens.

David Crawford (Nr. 4) sorgt für den ersten Touchdown der neuen Saison für die Krefeld Ravens.

Foto: Samla Fotoagentur/samla.de

Als Lior Volkov nach dem 35:10 (14:0)-Sieg gegen die Münster Blackhawks zum Interview im ver­einseigenen Internet-Stream bereit steht, der mit 464 Zuschauern in der Spitze einen neuen Rekord an Live-Zuschauern verzeichnete, trägt der junge Ballträger die Pla­kette des „Hitman Offense“, des wertvollsten Spielers der Offensi­ve. Für manchen Zuschauer mag das angesichts von zwei überragenden Touchdowns seines Ballträgerkolle­gen Akiva Wedge oder zweier erfolg­reicher Pässe in die Endzone durch Quarterback Lucas Wevelsiep überra­schend sein. Doch die Trainer hat­ten mit der Wahl ein hervorragendes Gespür für die entscheidenden Mo­mente des Spiels gezeigt.

Die Ravens waren zunächst schwer ins Spiel gekommen. Einen langen Ballbesitz der Gäste, unter­stützt durch viele Strafen gegen die Ravens, hatte Ramon Franco, der zum besten Spieler der Defensive gekürt wurde, durch einen abgefangenen Pass, beendet. Der Brasilianer mit deutschem Pass hat­te den Ball bis kurz vor die gegne­rische Endzone zurückgetragen, was Wevelsiep im nächsten Spielzug mit ei­nem Pass auf Neuzugang David Craw­ford zu ersten Punkten vollendete.

Auch im zweiten Viertel war es ein „Big Play“, also eine herausragende Einzelaktion, diesmal durch Wedge, das den zweiten Touchdown, diesmal per Pass auf den ebenfalls neuen Jakob Bojko, vorbereitete. Nach dem Seitenwechsel aber dominierten zu­nächst die Gäste und kamen durch einen „Pick-Six“, einen abgefange­nen Pass von Wevelsiep, der direkt in die Endzone getragen wird, zu­nächst zum Anschluss durch Leon Janeikes. Wenig später ließ die Ra­vens-Defense dann zwar keinen Touchdown, aber ein Fieldgoal zu und so stand es 14:10. Das Spiel drohte zu kippen, doch es war ausge­rechnet Volkov, der nominell hinter Wedge und Leon Hoffmann eher Runningback Nummer Drei ist, der das Team in dieser kritischen Phase auf seinen Schultern trug.

Der junge Ballträger bekam das Ver­trauen der Coaches und nutzte seine Wucht für vier starke Läufe. Auch der neue Import-Passempfänger J’Ma­ri Davis war an diesem Drive mit zwei starken Aktionen beteiligt. So stand das Team unmittelbar vor der gegnerischen Endzone und wieder ging der Ball in die Hände von Vol­kov, der auch die letzten Meter zum 21:10 – da auch hier der Extrapunkt durch Kicker Dennis Storm erfolg­reich war – erledigte. Bemerkens­wert: Wedge, der Star des Teams, war sich nicht zu schade, die harte Arbeit als Vorblocker zu erledigen und den Teamkameraden glänzen zu lassen.

Mit diesem Erfolg war der Wider­stand der Gäste gebrochen. Die Ra­vens legten noch einmal nach und Wedge zeigte mit zwei Läufen, die seinen Spitznamen „Houdini“ ein­drucksvoll belegten, seine Klasse. Er ließ sich einfach nicht zu Boden bringen und stellte den Endstand von 35:10 her. Daran, dass Volkov der Held der Stunde war, änderte das aber nichts. Die Ravens zeigten mit dem Erfolg ein beein­druckendes Statement gegen den Zweitliga-Absteiger und belegten, was im Vorhinein erwartet wurde: Im Aufstiegsrennen ist mit dem Team von Kai Schreckenberg zu rechnen.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort