Krefeld: Pokal-Vergabe nach Spenge mit unlauteren Mitteln?

Handball : Pokal-Vergabe nach Spenge mit unlauteren Mitteln?

Der erste Ligaspieltag der Eagles ist bereits terminiert.

(svs) Noch immer ist die Enttäuschung bei der HSG Krefeld nicht ganz vergangen. Die Nachricht, dass die erste Pokalrunde mit dem Spiel gegen Topteam Füchse Berlin nicht in Krefeld, sondern in Spenge stattfindet, sorgte im Lager der Schwarz-Gelben im ersten Moment für einen Schock, gefolgt von Unverständnis. Immerhin ist es das dritte Mal in Folge, dass Spenge ein Vierer-Turnier der ersten Pokalrunde ausrichtet. Die HSG glaubte sich mit der größeren Halle, den besseren Rahmenbedingungen und dem gleichberechtigten Status – gemäß den Statuten zählen sie für diesen Wettbewerb weiter als Drittligist – im Vorteil

Nun macht ein Gerücht in der Handballwelt die Runde: Spenge spielt Samstags gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke. Der ist nur wenige Kilometer von Spenge entfernt angesiedelt und hat in der Gauselmann-Gruppe (Merkur-Spielautomaten) einen hochpotenten Sponsor. Angeblich soll dieser beim DHB interveniert haben, um das Spiel vor der eigenen Haustür zu haben. Sollte sich dies bewahrheiten, so hätte die Vergabe in die Provinz einen durchaus faden Beigeschmack. Bei den Krefeldern dominiert nun der Trotz: „Schlagen wir halt die Füchse, gewinnen das Ding und richten die nächste Runde aus“, sagt Sprecher André Schicks scherzhaft.

Unterdessen steht das erste Liga-Heimspiel fest. Am 24. August um 19 Uhr ist der VfL Lübbeck-Schwartau zu Gast am Glockenspitz.

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