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Krefeld Pinguine: Pietta trainiert mit Tennis-Profis

Athletik-Einheit mit Leonardo Snellemans : Pietta trainiert mit Tennis-Profis

Der Eishockey-Stürmer der Krefeld Pinguine war am Samstag gemeinsam mit den Tennisprofis Henri Squire und Louis Wessels bei der Olaf-Merkel-Stiftung für Leistungstennis in Moers zu Gast.

Als Daniel Pietta die Einladung der Olaf-Merkel-Stiftung für Leistungstennis zu einem Training mit Profis auf der Anlage des TC Moers 08 erhielt, stutze er ein wenig. „Ich spiele gerne Tennis, aber nicht so gut, dass es Profis Spaß macht, mit mir zu spielen“, sagte der Noch-Stürmer der Krefeld Pinguine. Doch seinen Tennisschläger konnte er am Samstag zu Hause lassen. Denn für die Talente und Profis, die im Moers trainieren, stand eine zweistündige Athletik-Einheit auf dem Programm, die nicht von Pappe war. Dafür hatte Olaf Merkel  Fitness-Coach Leonardo Snellemans aus den Niederlanden engagiert. Der 65-Jährige gilt im Profisport als geschätzter Experte, der weltweit in verschiedenen Sportarten im Einsatz ist.

Früher coachte Snellemans Tennisprofis. Dazu zählte auch Björn Rehnquist, der mal in der Bundesliga für Blau-Weiß Timberland Finance Krefeld spielte. Zunächst kümmerte sich Snellemans am Samstag um die jungen Talente, zu denen auch die Junioren Philipp Lemken aus Kaarst sowie Tim Hammes und Moritz Buß aus Krefeld gehörten. Anschließend ging es für die Profis ohne Tennisschläger auf die rote Asche.  Daniel Pietta absolvierte die Einheit zusammen mit den beiden Tennis-Cracks Henri Squire und Louis Wessels, die beide schon auf der ATP-Tour gespielt haben. Der 19-jährige Squire gab im Vorjahr beim Rochusclub Düsseldorf sein Bundesliga-Debüt.

Die Trainer des neuen Stützpunktes für Talente schauten genau zu, wie Snellemans die Athletik der  Profi verbessern will. „Tennistrainer erleben viele Unterschiede in Level und Spielstil unter ihren Spielern. Nur die engagiertesten Spieler nehmen sich Zeit, um die Bewegungs- und Fitnessfähigkeiten zu entwickeln, um ihren Spielstil zu ergänzen und ihr volles Potenzial auszuschöpfen“, sagte der Niederländer aus Rotterdam.

„Alle waren nach zwei Stunden ausgepowert und haben andere Muskeln in ihrem Körper gespürt“, sagte Olaf Merkel, der Snellemann zweimal pro Saison engagieren will. Die Trainer des Stützpunktes in Moers zeichneten das Training per Video auf und profitieren davon bei ihrer Arbeit mit den Talenten.

„Das war ein interessantes Training. Ich hatte mit Muskelkater gerechnet, den ich aber nicht gespürt habe“, sagte Pietta am Sonntag, nachdem er schon wieder mit seinem Rennrad unterwegs war. Zu seiner Zukunft konnte er nichts Neues vermelden: „Ich muss warten und lasse die Dinge auf mich zukommen.“ Auch wenn wegen des Transferstopps alles auf Eis liegt, wird viel über Spielerwechsel spekuliert. Aus München war zu hören, dass auch dort über Pietta gesprochen worden sein soll. Bereits vor fünf Jahren hatte der EHC die Fühler nach dem Center ausgestreckt, ehe er dann bei den Pinguinen seinen Zehnjahresvertrag unterschrieb.