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Krefeld: Meyer schießt Teutonia zur Titelverteidigung

Hallen-Fußball : Meyer schießt Teutonia zur Titelverteidigung

Bei den 5. offenen Hallenfußball-Stadtmeisterschaften gewinnt die „Zweite“ des Landesligisten das Finale gegen den TSV Bockum.

Mit einer erfolgreichen Titelverteidigung endeten am Samstag die offenen Krefelder Hallenfußball-Stadtmeisterschaften. Denn wie im Vorjahr setzte sich auch bei der 5. Auflage Teutonia St. Tönis durch. Die Ehre gebührte diesmal aber der lediglich mit Pascal Regnery verstärkten „Zweiten“, die sich im Endspiel mit 2:0 gegen den Ligakonkurrenten TSV Bockum durchsetzte. Dazu kam Mike Falcone, der aus beruflichen Gründen kürzer treten will und freiwillig in das A-Liga-Team wechselt. Auf Rang drei landete mit dem SV Oppum ein Team, das Kenner so weit vorne nicht auf dem Zettel hatten. Ein gutes Bild gab auch der CSV Marathon Krefeld ab. Der Gastgeber landete nach einer starken Zwischenrunde auf dem respektablen vierten Platz.

Das Quartett der vier Halbfinalisten stand symbolisch für die Ausgeglichenheit des zweitägigen Turniers, in dem mit dem VfR Fischeln und dem VfB Uerdingen zwei als Favoriten gehandelten Mannschaften auf der Strecke blieben. Das galt allerdings erst ab der Zwischenrunde, denn in den Vorrundenspielen setzten sich die Vereine durch, mit denen auch zu rechnen war. Spannung war aber auch hier angesagt. Für ein Highlight sorgte dabei der BV Union Krefeld, der im letzten Gruppenspiel gegen Spielsport Krefeld kurz vor Spielende 0:1 hinten lag, den Ausgleich erzielte und sieben Sekunden vor dem Abpfiff durch einen Siebenmeter zu Lasten des Gegenrs völlig unverhofft doch noch in die Zwischenrunde einzog. Dort war aber für die Mannen vom Reinersweg Endstation, weil sich der TSV Bockum und der SV Oppum in Gruppe 1 als zu stark erwiesen. Die Vorrunden-Ergebnisse wollten es so, dass in Gruppe 2 alle drei Favoriten aufeinander trafen. Während Teutonia St. Töis nach durchwachsenen Auftritten in die Spur fand, blieb der VfR Fischeln in der entscheidenden Phase Vieles schuldig und schied verdientermaßen aus. Besser machte es der CSV Marathon, für den erst im Halbfinale gegen den klassenhöheren TSV Bockum Endstation war. Im anderen Halbfinale machte der SV Oppum nach einem 0:2-Rückstand Teutonia St. Tönis das Leben schwer, unterlag aber am Ende knapp mit 1:2. Genauso eng ging es im Finale zu. Letztlich entschied das Goldene Tor von Marvin Meyer den Turnierausgang zu Gunsten der Apfelstädter, die sich durch den Turniersieg für das Hallen-Masters am 18. und 19. Januar in Dülken qualifizierten. Die dankbar knapp unterlegenen Bockumer sind ebenfalls qualifiziert. Erfolgreichster Torschütze war Muhammed Gergery (BV Union) mit elf Treffern, bester Torhüter Maurizio dos Santos (VfR Krefeld).

  • Bei den 4. offenen Krefelder Stadtmeisterschaften
    Hallen-Fußball : Teutonia St. Tönis gewinnt Krefelder Hallen-Stadtmeisterschaft
  • Hallen-Fußball : Titelverteidiger Teutonia der Favorit
  • Bockums Trainer André Rogge und sein
    Fußball-Kreisliga A : Fußball-Kreisliga A: TSV Bockum schon stark unter Druck

Ein dickes Lob gebührte dem Veranstalter. Mit etwa 60 Helfern brachte der CSV Marathon das Turnier reibungslos über die Bühne. Das galt auch für die Schiedsrichter, die mit den weitestgehend fairen Auftritten der Mannschaften keine nennenswerten Probleme hatten. Für Andreas Kotira war es im Übrigen am Freitag der letzte Tag an der Pfeife. Der im April zum Kreis-Schiedsrichter-Obmann gewählte 54-Jährige will sich nach 33 Jahren aktiver „Schwarzkittel“-Mission in Zukunft ausschließlich seiner neuen Aufgabe widmen.

Die Entscheidung, die Hallenfußball-Meisterschaften in komprimierter Form auszutragen, kam in Fußballerkreisen gut an. Auch die Zuschauerresonanz fiel positiv aus, denn an den beiden Tagen fanden insgesamt 900 zahlende Zuschauer den Weg in die Glockenspitzhalle. Axel Wiebus, Fußball-Geschäftsführer des CSV, zog nicht nur deshalb eine zufriedenstellende Bilanz, sondern tat auch einen Blick in die eigenen Reihen: „Ich bin stolz darauf, dass wir beim CSV so viele Leute aus allen Teilen des Vereins zur Durchführung des Turniers mitnehmen konnten. Das gilt vor allem für unsere Alt-Herren-Abteilung.“ Das vom CSV gewählt Modell hat sich offensichtlich bewährt. Ob es in diesem Format fortgeführt wird, liegt im Ermessen des nächsten Veranstalters. Der dürfte aber nichts daran ändern können, dass neben dem Futsal-Ball im kommenden Jahr auch die Futsal-Regeln Anwendung finden sollen. Die Einführung ist Geschmackssache. Bei vielen Kickern, die sich vielfach sehr schwer mit der kleineren und schwereren Kugel taten, herrscht Skespis.