Krefeld: Laurits Follert, Michaela Staelberg, Marc Leske und Jonathan Rommelmann vom Crefelder Ruderclub bei Ruder-EM in Luzern

Freitag bis Sonntag ist Ruder-Europameisterschaft : Krefelder Quintett reist zur Ruder-EM

Mit großen Ambitionen treten Laurits Follert, Michaela Staelberg, Marc Leske und Jonathan Rommelmann vom Crefelder Ruderclub bei den Europameisterschaften in Luzern an. Follert zählt im Achter zu den Gold-Kandidaten.

Ab dem kommenden Freitag richten sich die Augen von ganz Ruder-Krefeld auf die Schweiz. In Luzern nämlich werden die Europameisterschaften ausgetragen, und nicht nur, dass gleich vier Starter aus dem Crefelder Ruderclub in diesem Jahr mit von der Partie, nein: alle vier haben durchaus den Anspruch, um bei der Medaillenvergabe ein Wörtchen mitzureden. In diesem Jahr findet die EM auf besonders schönem Gewässer, auf dem Rotsee, welcher auch als Rudermekka, oder Göttersee bezeichnet wird. Alle namhaften europäischen Nationen haben sich angesagt. Ist dieses Jahr doch ein besonderes, das Vorolympische und damit auch bei der WM im Sommer in Linz/Österreich auch Qualifikation für die Nationen in den Bootsklassen.

Dabei treten alle Athleten des Crefelder Ruder-Clubs mit großen Ambitionen an. Aushängeschild des Deutschen Ruderverbandes ist bei den Männern der Deutschlandachter, und in den hat es Laurits Follert geschafft. Bei den Frauen ist es der Doppelvierer, und Michaela Staelberg hat sich darin einen Rollsitz erobert. Jonathan Rommelmann sitzt im olympischen Leichtgewichts-Doppelzweier und hofft auf einen guten Saisoneinstand in dieser Bootsklasse. Marc Leske gehört zum erweiterten Team des Deutschlandachters und geht im Zweier ohne Steuermann an den Start.

Das Strahlen konnte er nicht verbergen, als Laurits Follert am vergangenen Freitag bei der offiziellen Pressekonferenz als neues Mitglied im Deutschlandachter vorgestellt wurde. Seit 2017 ist das Flaggschiff nun ungeschlagen. Keine leichte Aufgabe in Luzern, tritt auch Dauerrivale Großbritannien an. „Ich denke jetzt erst mal Schritt für Schritt und freue mich, in Luzern im Achter zu sitzen“, sagt Follert, der sich mit seinem Team die Titelverteidigung vorgenommen hat.

Jonathan Rommelmann hat in Jason Osbourne einen bärenstarken Partner im leichtgewichtigen Doppelzweier. Foto: crc

Michaela Staelberg hat nach dem vergangenen Jahr, wo sie knapp nicht in den Doppelvierer kam, nun die Chance auf den großen Wurf. Was der Deutschlandachter bei den Männern ist, ist der Doppelvierer bei den Frauen. Bisher bei Weltmeisterschaften immer in den Medaillenrängen, wollen sie auch dieses Jahr auf das Treppchen und möglichst den europäischen Titel holen. „Wir haben in den letzten Wochen viele Kilometer zusammen absolviert. Es war nicht so ganz einfach, den Vierer richtig zum rutschen zu bekommen, aber es wird immer besser und meine Schulter hält auch“, sagt Staelberg, die sich auf ihre EM-Premiere unglaublich freut.

Marc Leske (Dritter von links) fährt zusammen mit Anton Braun im Zweier ohne Steuermann. Foto: Maren Derlin

Jonathan Rommelmann saß schon im vergangenen Jahr im leichtgewichtigen Doppelzweier, da hieß der Partner aber noch Konstantin Steinhübel aus Würzburg. Bei der WM in Plovdiv musste das Duo im Viertelfinale bei irregulären Bedingungen antreten, und obwohl sie als Finalkandidat gehandelt wurden, schieden sie aus. Eine bittere Enttäuschung für den 24 Jahre alten Medizinstudenten. Jetzt bekommt der frisch dekorierte Deutsche Meister im Einer erneut die Chance, vorne anzugreifen, mit neuem Partner Jason Osbourne aus Mainz. Beide zählen zu den stärksten Ruderern in dieser Bootsklasse. „Wir freuen uns, dass wir in Luzern direkt auf die europäische Konkurrenz treffen. Jason und ich haben viel gerudert, um gut zusammen zu passen, und bisher geht es auch stetig voran“, sagt Rommelmann, der auch auf einen Treppchen Platz schielt.

Michaela Staelberg (Erste von links) sitzt bei der Europameisterschaft im Doppelvierer, dem deutschen Vorzeigeboot der Damen. Foto: maren derlin

Marc Leske hat den Sprung ins erweiterte Team Deutschlandachter geschafft und fährt mit Anton Braun/Berlin im Männer Zweier ohne Steuermann. Beide haben noch nicht viele Kilometer im Zweier absolviert, geschweige denn Rennen gefahren, da sie erst noch im Vierer probiert wurden. „Wir kommen voran, und mit Anton habe ich einen erfahrenen Partner, der in dieser Bootsklasse bei Olympia schon mal Vierter war“, erzählt der Maschinenbaustudent, der ähnlich wie Follert nur von Rennen zu Rennen denkt und dazwischen versucht, sein Boot weiter zu entwickeln.

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