Fußball-Kreisliga A : Der Linner SV peilt den fünften Sieg in Folge an

Die Auswahl von Trainer Sascha Hein muss in der Fußball-Kreisliga A zum immer noch sieglosen TuS aus St. Hubert.

Vor einigen Wochen, die Nachwirkungen von fünf überraschenden Abmeldungen noch nicht richtig verdaut (u.a. Torjäger Anil Arslan), stand dem Linner SV das Wasser bis zum Hals. Aber Trainer Sascha Hein verfiel, wie auch die Verantwortlichen des Clubs, nicht in Hektik, sondern behielt die Ruhe, was sich absolut auszahlte. Nach vier Siegen hintereinander sind die Grünhemden auf dem besten Weg, den Anschluss ans hintere Mittelfeld zu schaffen. Dazu wäre das Tüpfelchen auf dem i ein weiterer Erfolg beim TuS St. Hubert. Und die Chancen dazu stehen bestens, denn mit Rene Lorencic, Luis Hagel, Bilal Blaci, Paul Braaken und Kevin Lehmann stoßen nicht nur gegenüber der Vorwoche fünf fehlende Spieler wieder zum Kader, sondern der aktuelle Kontrahent ist nach 16 Spielen noch das einzige sieglose Team dieser Klasse. „Ich habe schon Anfang der Woche in die Spielergruppe geschrieben, dass unsere Serie dann weiter geht, wenn die richtige Einstellung da ist und keiner den Gegner auf die leichte Schulter nimmt“, sagte Trainer Hein. Beim gastgebenden Neuling herrscht wegen des Negativlauf schon Rätselraten, aber es gibt auch handfeste Gründe: So fehlten vergangenen Sonntag mit Marc Bouttens, Luca Kroepmanns, Dominik Heyer, Tobias Treichel oder Nico Kroepmanns fünf Mann wegen mehr oder weniger privater Dinge. Dass da Trainer Marco Gerber die Hände über dem Kopf zusammen schlägt, ist kein Wunder; und auch nicht die Tatsche, dass es bisher schon viele deutliche Klatschen gab. Sonntag sollten alle wieder an Bord sein, weshalb nur noch der verletzte Mats Kroepmanns, natürlich ein ganz herber Verlust, fehlen wird.
Nicht von der Stelle kommt im Abstiegskampf Viktoria Anrath. Zwei Heimsiege und drei Auswärtsniederlagen stehen seit dem Amtsantritt von Trainer Ferhat Arslanoglu zu Buche. Der hat, damit die Trainingsbeteiligung einen normalen Standard erreicht, Akteure aus der Zweiten bzw. den A-Junioren dazu genommen. „Jedem war klar, dass es schwer werden wird. Aber als mein Stammverein rief, war ich natürlich zur Stelle. Das Lazarett lichtet sich und ich habe den Kader wegen besserer Abläufe unter der Woche vergrößerst“, meint er vor dem Heimspiel gegen den OSV Meerbusch. Der hat sich zuletzt erheblich gesteigert, weshalb es unten raus ging. „Aber von vorne mitmischen“, wie im vergangenen Sommer angedacht, ist das Fimmers-Team sehr weit entfernt. Mit Arda Yavus muss die Viktoria bis ins neue Jahr hinein einen wichtigen Akteur ersetzen. Der Ex-Profi zog sich unlängst im Stadtderby gegen Willich einen komplizierten Fingerbruch zu.
Von den Aufstiegsaspiranten hat der VfL Willich beim Schlusslicht SC Waldniel II, das schon sage und schreibe 96 Gegentore „gefressen“ hat, die einfachste Aufgabe. Hier scheint nur die Höhe des Erfolges die Frage, und wieviel Treffer Neuzugang Andreas Kus schießt. Der SC Schiefbahn und Spitzenreiter Vorst haben da bei Amern II bzw. gegen den SC Waldniel schon dickere Nüsse zu knacken. Vor allen Dingen der SCS, der die gesperrten Daniel Klinger und Christian Cichon ersetzen muss, scheint akut gefährdet. Die Vorster, die erneut ohne Aufstellungssorgen sind, vertrauen ihrer tollen Offensive. 62 Treffer bedeuten Klassenprimust. Für den Vorjahresabsteiger aus dem Schwalmtal allerdings würde eine weitere Niederlage wohl schon das vorzeitige Ende aller direkter Wiederaufstiegsträume bedeuten.

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