Krefeld: In Rotterdam: Letzter Worldcup vor der WM für CRC-Ruderer

Rudern : Letzter Worldcup vor der WM für CRC-Quartett

In Rotterdam will sich Marc Leske das WM-Ticket sichern. Die drei anderen CRC-Starter sind schon dabei.

(oli) Am kommenden Wochenende wird im niederländischen Rotterdam der letzte Ruder-Worldcup des Jahres 2019 ausgetragen – zugleich die letzte Möglichkeit, im Wettkampf gegen internationale Konkurrenz zu fahren, bevor es in die Vorbereitung für die Weltmeisterschaft in Linz Anfang September geht. Die vier Teilnehmer des Crefelder Ruder-Clubs gehen dabei als aussichtsreiche Medaillen Kandidaten ins Rennen: Laurits Follert im Deutschlandachter, Jonathan Rommelmann im leichtgewichtigen Doppelzweier, Michaela Staelberg im Doppelvierer und Marc Leske im Zweier ohne Steuermann. Für alle vier Krefelder ist die Regatta in Rotterdam ein bekanntes Pflaster, durften sie hier doch 2016 bei der U23 WM über Silber (Rommelmann/Staelberg) und Bronze (Leske/Follert) jubeln.

Die Vorbereitung lief für den Frauendoppelvierer alles andere als optimal, kam doch in der vergangenen Woche das Aus für Julia Lier aus Halle, die sich einen Rippenbruch zugezogen hat und wahrscheinlich bis zum Saisonende ausfällt. „Das war ein Schock für uns, als die Nachricht kam, dass Julia ausfällt. Zum Glück haben wir mit Daniela Schulze (Potsdam, die Red.) eine richtig gute Ruderin, die ins Boot kommen konnte. Nach ein paar Trainingseinheiten rutscht der Vierer jetzt auch ganz gut“, berichtet Staelberg, die in Rotterdam insgesamt auf sieben Boote trifft.

Mit Problemen hatte auch der Zweiter der Männer zu kämpfen. „Das war keine optimale Vorbereitung für uns. Jason war etwas angeschlagen letzte Woche, so dass er pausieren musste, aber seit Montag kann er wieder rudern“, sagt Rommelmann, der mit seinem Mainzer Partner Jason Osbourne sich gleich 27 Booten stellen muss. „Aber wir sind die Worldcup-Führenden und wollen am Wochenende auch gerne das gelbe Tricot verteidigen“, sagt er. Das wollen freilich die starken Italiener verhindern, die zuletzt immer das Nachsehen hinter Osbourne und Rommelmann hatten.

Die Siegesserie soll für den Deutschlandachter auch in Rotterdam anhalten. „Natürlich wollen wir in Rotterdam wieder ganz vorne fahren. Wir sind gespannt was die Amerikaner können, die jetzt zum ersten Mal international auftreten“, sagt Follert, dessen Boot außerdem noch von den Dauerrivale Großbritannien, Australien und auch Neuseeland gejagt wird. „Unsere Abstimmung wird besser, wir kommen im Streckenschlag jetzt sehr gut zurecht.“ weiß Follert zu berichten.

Für Marc Leske geht es mit seinem neuen Partner Paul Schröter/Berlin um die Fahrkarte für Linz, ob sie im Zweier ran dürfen, oder Ersatz Zweier werden, denn nicht nur die internationale Konkurrenz ist entscheidend, sondern auch, ob sie ihren Bugball vor den anderen deutschen Zweier schieben können. Viel gearbeitet haben sie in den vergangenen drei Wochen, die ihnen zwischen den Worldcups blieb. Die Marschroute ist jedenfalls klar: „Wir wollen angreifen und uns das Ticket für den Zweier sichern“, sagt Leske.

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