Krefeld: Gentges ist das Sprachrohr der HSG-Spieler

Zweite Handball-Bundesliga : Gentges ist das Sprachrohr der HSG-Spieler

Bei der HSG Krefeld ist Stefan Nippes als Sportlicher Leiter gleich mehrfach gefordert. Zum einen ist er auf der Suche nach Verstärkung im Rückraum, zum anderen analysiert er mit Kapitän Tim Gentges das sportliche Geschehen.

Stefan Nippes dürfte beim Handball-Zweitligisten HSG Krefeld derzeit der vielbeschäftigste Mann außerhalb der Spielfeldes sein. Nachdem der Vertrag mit Rückraumspieler David Hansen aufgelöst wurde, ist der Sportliche Leiter auf der Suche nach einem Nachfolger. Diese gestaltet sich aber nicht so einfach, denn es fallen gleich mehrere Faktoren zusammen.

Da ist zum einen das Budget der Eagles, welches in der Zweiten Liga im unteren Bereich anzusiedeln ist, zum anderen sorgte die sportliche Situation als Tabellenletzter nicht gerade dafür, dass sich ein potenzieller Neuzugang unbedingt der HSG anschließen will. Die Erfahrung machte jetzt auch Nippes. Gegenüber unserer Redaktion bestätigte er, dass man sich mit einem Kandidaten im Prinzip schon geeinigt hat, dieser sich aber dann doch gegen Krefeld entschied. „Wir versuchen uns zu verstärken, aber es ist nicht einfach, da wir für die Spieler nicht attraktiv genug sind“, erklärt Nippes das derzeitige Dilemma bei der Spielersuche. Das erste Jahr als Sportlicher Leiter hatte sich der ehemalige Torhüter anders vorgestellt. „Ich habe in der kurzen Zeit jetzt schon viel erlebt, was eigentlich nicht eingeplant war“, sagt Nippes weiter und verweist nur auf der Trainertheater im Sommer mit der anschließenden Suche nach einem neuen Übungsleiter. So bleibt weiterhin abzuwarten, wen Nippes aus dem Hut zaubert, denn gebraucht wird dringend ein Spieler, der der HSG auch weiterhilft. Als einer dieser Akteure war eigentlich der Spanier Toni Sario eingeplant, der aber mehr mit seinen Verletzungen zu kämpfen hat. Auch Kapitän Tim Gentges scheint sich in einem Formtief zu befinden, das Spiel gegen den HC Elbfloranz war für ihn ein gebrauchter Tag. „Eigentlich haben wir ja da eine gute erste Halbzeit gespielt, aber wir waren wieder einmal nicht kontinuierlich genug“, ärgert sich Nippes dann doch etwas. Teil seiner Aufgabe war es dann auch die Partie zu analysieren, um sich später dann mit den Spieler auszutauschen. Und hier ist der Kapitän als erfahrener Spieler gefragt. „Natürlich setze ich mich bei so etwas auch mit Tim zusammen, denn er ist das Sprachrohr der Mannschaft“, erklärt Nippes weiter.

Vor dem nächsten Gegner, dem TV Hüttenberg haben die Krefelder Verantwortlichen Respekt. Es heißt gemeinhin, dass wenn das Licht in der Hüttenberger Halle angeht alleine tausend Leute kommen, um zu schauen, ob Handball gespielt wird. Und was Krefeld am Samstag um 19.30 Uhr im mittelhessischen Ort erwartet, da ist nicht nur Nippes schon jetzt vorgewarnt: „Das ist eine kleine Halle mit einer mega Stimmung, die schon mal hochkochen kann“.

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