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Krefeld: Fußballkreis freut sich über 18 neue Schiedsrichter

Fußball : Der Fußballkreis freut sich über 18 neue Schiedsrichter

Bei Jugendspielen in St. Tönis absolvierten die Lehrgangsteilnehmer, darunter auch insgesamt acht aus den Nachbarkreisen Kleve/Geldern, Neuss und Viersen/Mönchengladbach, den praktischen Test.

Die Schiedsrichtervereinigung des Fußballkreises Kempen-Krefeld kann sich über 18 neue Schiedsrichter freuen. Insgesamt 30 Interessierte hatten an einem Neulings-Lehrgang ab dem 6. Januar teilgenommen. Darunter waren auch insgesamt acht Teilnehmer aus den Nachbarkreisen Kleve/Geldern, Neuss und Viersen/Mönchengladbach. 18 der 22 Teilnehmer aus dem Kreis Kempen-Krefeld haben die Prüfung erfolgreich bestanden und dürfen jetzt selber Spiele leiten.

 Wegen der Corona-Pandemie musste der Lehrgang komplett online stattfinden. An sieben Kursabenden vermittelte Jungschiedsrichter Referent Robin Seifert (Borussia Oedt) den Teilnehmern spannende Einblicke in die Geheimnisse von Abseits, Freistoß und Elfmeter. Am vergangenen Samstag stand nun die theoretische Prüfung an, die ebenfalls online stattfand.

Für den praktischen Teil hatte sich der Schiedsrichterausschuss etwas Neues einfallen lassen. Statt eines Lauftests durften die Neulinge gleich selber zur Pfeife greifen und sich als Schiedsrichter bei einem Jugendspiel ausprobieren. Die JSG St. Tönis hatte dafür insgesamt vier Jugendmannschaften zum Kunstrasenplatz  auf der Sportanlage an der Gelderner Straße einbestellt, die sich in zwei Spielen über eine verlängerte Spielzeit gegenüber standen.

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Kreisschiedsrichterobmann Andreas Kotira (SV St. Tönis) griff zunächst selber zur Pfeife und zeigte den Neulingen bei seiner zehnminütigen Spielleitung „wie es geht“. Danach durften die Neulinge ran.

Mit Carina Koslitz vom OSV Meerbusch war auch eine weibliche Teilnehmerin dabei. „Ich spiele selber seit 13 Jahren Fußball und trainiere beim SV Oppum die C-Junioren. Da habe ich schon mal als Schiedsrichter ausgeholfen und das hat mir sehr viel Spaß gemacht, deshalb habe ich mich auch zum Lehrgang angemeldet“, sagt die 19-Jährige, die jetzt neben ihrer Spieler- und Trainerkarriere auch auf die Erfahrung als Schiedsrichterin nicht verzichten möchte.

Als aktiver Spieler ist der 20-jährige Tarkan Demircapa bei Marathon Krefeld unterwegs. „Ich konzentriere mich zunächst auf meine Spielerkarriere, ich möchte auch noch etwas höher spielen“, sagt der Sohn von Can Demircapa der seit 33 Jahren  regelmäßig Spiele in der Kreisliga pfeift. „Natürlich bin ich durch meinen Vater auf die Schiedsrichterei aufmerksam geworden. Ich weiß, dass die Schiedsrichter es nicht leicht haben, ich habe aber nicht immer gute Erfahrungen mit ihnen gemacht und will mich jetzt selber mal ausprobieren“, sagt Tarkan.

Mit 41 Jahren ist Andreas Pletschen vom SC Waldniel kein Jungspund mehr. Trotzdem hat er sich dazu entschieden, nun mit gelber und roter Karte und der Pfeife auf dem Platz zu gehen. „Selber habe ich nie gespielt. Seit fünf Jahren bin ich als Trainer aktiv und seit einem Jahr bin ich auch Jugendleiter. Da habe ich mir gedacht, Regelfestigkeit kann nicht schaden. Ich bin motiviert und möchte neben Jugendspielen auch Partien bei den Senioren leiten“, sagt Pletschen.