Krefeld: Eigengewächs Paul Huber kehrt zur SVK 72 zurück

Wasserball-Bundesliga : Eigengewächs Paul Huber kehrt zur SVK 72 zurück

Für seinen Heimatverein spielt das Eigengewächs nicht nur in der ersten Mannschaft, sondern trainiert auch das Oberligateam.

Wenn die SV Krefeld’72 mit ihren Wasserballern in die 15. Bundesligasaison startet, dann wird der Blick in zwei Richtung gehen, die unterschiedlicher nicht sein können. Zum einen ist da das Badezentrum als heimische Spielstätte, zum anderen natürlich das sportliche Ziel wieder unter die ersten vier Mannschaften der Gruppe B zu kommen, um sich für die Aufstiegsrunde zur Gruppe A zu qualifizieren.

„Seit der verkorksten Saison mit dem geschlossenen Badezentrum hat sich einiges getan. Es wurde jetzt viel Geld in die Hand genommen und sehr viel am Badezentrum gemacht. Ich hoffe, dass es nachhaltig bleibt“, hofft SVK-Vorsitzende Julia Vogel, dass es nicht erneut zu dem Szenario kommt, dass das Badezentrum gesperrt wird. Für den Verein steht fest, dass es n eine Saison wie zwischen 2018 und 2019 nicht noch einmal geben darf. „Wir haben keinen Plan B, das wäre das Ende für uns im Wasserball“, stellt Vogel klar und deutlich fest.

Im Sportlichen bleibt alles unter der Regie des bewährten Trainerduos Werner Stratkemper und Dusan Dragic. Lediglich Torwart Sebastian Vollmer, der sein Studium in Aachen aufnimmt, und Jochen Vorderwülbecke, der aus beruflichen Gründen als Spieler pausiert, sind nicht mehr an Bord. Eine besondere Freude gab es an der Palmstraße, als Eigengewächs Paul Huber seine Rückkehr zur SVK bekannt gab. „Ich habe beim ASC Duisburg, der ja in der leistungsstärkeren Gruppe A spielt, viel Erfahrung gewonnen. Ich stehe aber kurz vor meiner Bachelor-Arbeit und der Aufwand in Duisburg ist mir zu viel geworden. Ich habe sogar mit dem Gedanken gespielt ganz mit dem Wasserball aufzuhören. Letztendlich habe ich mich für die SVK entschieden, weil ich hier auf viele alte Bekannte treffe“, begründet Huber seine Entscheidung.

Doch damit nicht genug, denn Huber wird künftig auch zusammen mit Yannik Zilken die 2. Mannschaft der SVK in der Oberliga betreuen. Als Mittelpunkt soll die Trainingsarbeit in Jugend- und im Herrenbereich intensiver vernetzt werden, was als langfristiges strategisches Ziel, dazu führen soll, Bundesligaspieler aus dem eigenen Nachwuchs zu rekrutieren. „Ich habe ja schon einmal hier im Jugendbereich eine Mannschaft trainiert. Die Spieler von damals sind jetzt auch in der zweiten Mannschaft zu finden“, erklärt Huber weiter. Er leitet dann zwar ein paar Trainingseinheiten mit, betreut aber vorrangig die Spiele der 2. Mannschaft. Dass die SVK in der Jugendarbeit auf eine bisher sehr erfolgreiche Saison zurückblickt, sollte den jungen Spielern einen besonderen Motivationsschub geben, sich auch im Herrenbereich durchzusetzen. Aber erst einmal heißt es zum Bundesligaauftakt am Samstag im heimischen Badezentrum gegen den Aufsteiger Poseidon Hamburg zu punkten.

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