Krefeld: Durchmarsch! Ravens steigen erneut auf

American Football : Durchmarsch! Ravens steigen erneut auf

Im zweiten Jahr ihres Bestehens feiern die Krefelder den zweiten Aufstieg. Glenn Holloway mit drei Touchdowns und eine starke Defense ebnen den Weg.

Als der Schlusspfiff beim Spiel der Krefeld Ravens bei den Wesseling Blackvenom erklingt, brechen alle Dämme. Die Trainer werden mit sämtlichen greifbaren Getränken geduscht, die Spieler liegen sich in den Armen: Mit noch zwei zu spielen Spielen in der Saison - wohlgemerkt bei einer nur acht Spiele umfassenden Saison - sind die Krefeld Ravens zum zweiten Mal in Folge aufgestiegen. Diesmal von der sechsten in die fünfte Liga. Im kommenden Jahr könnte es zum Derby gegen die Schiefbahn Riders kommen, sofern diese die Klasse halten.

Beim Topspiel in Wesseling, dem letzten verbliebenen Verfolger, zeigen die Krefelder von Beginn an, dass sie nicht gewillt sind, den ersten von drei Matchbällen zu vergeben. Sie beginnen mit der in dieser Saison schier unüberwindlichen Defensive und verhindern sofort den nötigen Raumgewinn der Hausherren. So gehen Quarterback Andi Trebski und seine Offensive auf das Feld und mit ihrem starken Lauf dominieren sie das Spiel. Der Erfolg: Star-Ballträger Glenn Holloway trägt das Ei nach wenigen Minuten erstmals in die Endzone.

Zwei weitere Touchdowns erzielt der zum Krefelder Sportler des Jahres 2018 nominierte Modellathlet. Einen davon mit einem beeindruckenden „Big Play“, einem Lauf über 30 Yards. Einen weiteren steuert Passempfänger Nicki Tenwinkel bei, der nach einem toll designten Spielzug in der Endzone freisteht und von Trebski gefunden wird. Schade: Unmittelbar nach Holloways ersten Punkten fängt bereits Jan Kunnen den Ball in der Endzone. Der Nummer-Eins-Passempfänger der Ravens hatte im Januar einen Kreuzbandriss erlitten und gibt in Wesseling sein Comeback. Leider nehmen die Schiedsrichter mit einer diskutablen Strafe den Touchdown zurück. Die folgenden Diskussionen führen zum Ausschluss von Ravens-Offensivtrainer Jörg Hintzen.

Der emotionale Rückschlag bringt die Ravens zunächst aus dem Spiel und gut ein Viertel gelingt wenig. Trotzdem: Die Abwehr hält und sorgt dafür, dass am Ende ein weiterer klarer Erfolg herausspringt. Dass durch ein ungenaues Anspiel und die folgende Verwirrung ein „Safety“ für den Gastgeber, bei dem der Krefelder Spieler in der eigenen Endzone zu Fall gebracht wird, und ein Touchdown für Wesseling nach tollem Lauf von Lucas Rath auf die Anzeigentafel kommen, hat nur statistischen Wert.

Es folgt der erwähnte Jubel und am 14. September das „Championship Game“ am Sprödentalplatz, bei dem neben dem ersten Team auch der U-19-Nachwuchs den Titel erringen könnte. Dann erhoffen sich die Schwarz-Gelben bis zu 2.000 Zuschauer. Es gibt auch ein großes Rahmenprogramm.

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