Krefeld Krefeld drückt seinen Athleten die Daumen

Krefeld · Am Freitag beginnen die Olympischen Sommerspiele in London. Aus Krefeld sind zwölf Sportler mit dabei – für Deutschland, Belgien, die Niederlande, Spanien, England und Tschechien.

Krefelds Olympia-Hoffnungen
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Am Freitag beginnen die Olympischen Sommerspiele in London. Aus Krefeld sind zwölf Sportler mit dabei — für Deutschland, Belgien, die Niederlande, Spanien, England und Tschechien.

Am Freitag beginnt das größe Sportereignis der Welt: die Olympischen Spiele. Die werden bekanntlich in London ausgetragen, das damit nach 1908 und 1948 bereits zum dritten Mal Standort sein wird. An den Start werden über 10 000 Sportler aus allen Kontinenten gehen. Sie messen sich in 26 Sportarten, und darin werden insgesamt 302 verschiedene Wettbewerbe ausgetragen.

Wie schon in den Vorjahren sind eine Vielzahl von Krefeldern am Start. Ein Dutzend sind es, die um eine Medaille kämpfen werden. Nimmt man noch die Ehemaligen hinzu (siehe Infokasten), sind es sogar 16. Außerdem sind mit Olympia-Pfarrer Hans-Gerd Schütt und Nicole Grigat, der Anti-Doping-Beauftragten des Deutschen-Hockey-Bundes noch zwei weitere Krefelder im Einsatz. Das ist, gemessen an der Einwohnerzahl, enorm viel. Zum Vergleich: Aus Mönchengladbach, das über 20 000 Einwohner mehr als Krefeld zählt, kommen nur zwei Starter in London.

Die Aussichten auf olympisches Edelmetall einzuschätzen, ist nicht einfach. Als favorisiert gelten aus Krefelder Sicht sicher die Hockey-Herren Oskar Deecke und Linus Butt. Das deutsche Team ist zwar streng genommen Titelverteidiger (sie holten 2008 in Peking Gold), doch "bei Olympia gibt es keine Titelverteidigung. Jede Goldmedaille dort ist etwas besonderes", sagt Matthias Witthaus, Ehrenmitglied beim Hockey-Bundesligisten Crefelder HTC. Das dürfte wohl auch Benjamin Kleibrink bestätigen. Der Fischelner, der für Tauberbischofsheim fechtet, holte ebenfalls Gold in Peking.

Noch ohne Medaille, dafür aber mit jeder Menge Erfahrung und Ehrgeiz reist Juliane Schenk nach London. Deutschlands beste Badminton-Spielerin war schon in Athen und Peking dabei, ging aber bislang leer aus. "Da ist es doch jetzt eigentlich mal an der Zeit", sagt die Sportsoldatin und grinst.

Als Außenseiter, vielleicht sogar als Geheimfavorit mit dabei ist Marlene Sinnig. Die Ruderin vom Crefelder Ruderclub geht mit Kerstian Hartmann an den Start. "Momentan genießen wir noch das untypisch warme Wetter hier in London", berichtete sie gestern. "Aber wenn es nach mir geht, dann können die Spiele endlich beginnen."
Außerdem sorgt ein Pfarrer aus Hüls für den geistlichen Beistand der Deutschen.