Krefeld: Die Jagd nach dem Blauen Wimpel beginnt

Hockey : Die Jagd nach dem Blauen Wimpel beginnt

Auf der Hockey-Anlage des Crefelder HTC ermitteln die besten vier Damen- und Herren-Teams Deutschlands ihren Meister.

Zum Abschluss und gleichzeitig Höhepunkt der Feldhockeysaison 2018/19 findet an diesem Wochende die Endrunde der Damen und Herren auf der Gerd-Wellen Anlage des Crefelder HTC statt. Am heutigen Samstag werden jeweils die zwei Halbfinalspiele ausgetragen, ehe die Sieger am Sonntag um den Meisterschaftstitel und den prestigeträchtigen Blauen Wimpel kämpfen. Das Teilnehmerfeld umfasst je drei Vereine aus Hamburg und dem Westen und zusätzliche den beiden Teams des Mannheimer HC..

HERREN: Bereits früh hatte sich Uhlenhorst Mülheim, seines Zeichens amtierender Meister, für das Final Four qualifiziert und konnte somit die zurückliegende Bundesliga Partie beim CHTC als eine Art letzten Test nutzen. Nach einer bärenstarken Rückrunde, in der sie alle neun Partien gewinnen konnten, sind sie ein heißer Kandidat für die Titelverteidigung. Zudem stellen sie mit Timm Herzbruch, der 19 seiner 29 Treffer aus dem Spiel heraus erzielte, den überragenden Torschützen dieser Saison, der auch an diesem Wochenende ein entscheidender Faktor sein könnte.

Sie treten im Halbfinale gegen den UHC Hamburg an, der sich durch Siege gegen den CHTC sowie Stadtrivalen Alster und Polo das letzte Ticket erst im Endspurt der Saison gesichert hat. In der ersten Spielzeit ohne Moritz Fürste verteilt sich die Verantwortung auf die Schultern mehrerer Führungsspieler wie Olympiasieger Jan Philipp Rabente und Max Kapaun. Die Bundesliga Partien konnten Mülheim mit 5:1 und 2:1 beide für sich entschieden und geht auch diesmal als klarer Favorit in die Partie.

Im zweiten Halbfinale trifft Serienmeister RW Köln, der Titelträger von 2013, 2015 und 2016, auf den Mannheimer HC. RW Köln ist Stammgast beim Final Four und musste sich im letzten Jahr erst im Finale Uhlenhorst Mülheim mit 2:3 geschlagen geben. Besonders Florian Pelzner, der bis letzten Sommer für den CHTC gespielt hat, und Timur Oruz, der ebenfalls eine Krefelder Vergangenheit hat, dürften sich auf eine Rückkehr in die Seidenstadt freuen.

Mannheim holte 2017 auf heimischer Anlage seinen ersten Titel und stellt neben dem besten Eckenschützen der Spielzeit Gonzalo Peillat, er verwandelte insgesamt 23 Strafecken, auch die stabilste Defensive. Die MHC-Abwehr rund um den jungen Torwart Lukas Stumpf kassierte in 22 Partien lediglich 31 Gegentreffer und dürfte auch für das Starensemble der Kölner nicht einfach zu knacken sein, so dass diese Partie zumindest vom Papier her offener ist als das erste Seminfinale.

DAMEN: Auch die Damen des Mannheimer HC dürfen als Tabellenzweiter den Weg nach Krefeld antreten. Das Team um Lydia Haase, mit 14 Treffern erfolgreichste Torschützin, musste in der gesamten Bundesligaspielzeit lediglich zwei Niederlagen hinnehmen. Eine davon gegen den Düsseldorfer HC, auf den sie im Halbfinale treffen. Die Damen aus der Landeshauptstadt sind mit zahlreichen Nationalspielerinnen, unter anderem Torhüterin Nathalie Kubalski, Selin Oruz, Luisa Steindor und Greta Gerke, traditionell stark besetzt, so dass eine enge Partie zu erwarten ist.

Ebenfalls Spannung verspricht das Stadtderby zwischen dem UHC Hamburg und dem Club an der Alster im anderen Halbfinale. Der UHC ist mit 19 Siegen aus 22 Partien mehr als souverän durch die Saison marschiert und konnte somit früh ihre Reispläne Richtung Krefeld schmieden. Ebenfalls in Richtung Niederrhein kann sich die gebürtige Mönchengladbacherin Lisa Altenburg aufmachen. Sie spielte acht Jahre lang für den UHC und holte in der Zeit vier Titel auf dem Feld. Seit läuft 2017 für den Club an der Alster auf, mit dem sie im letzten Jahr den Titelgewinn auf dem Feld feiern konnte. Alster stellt mit überragenden 94 Toren den stärksten Angriff der Liga, woran das Trio Hanna Valentin mit 17, Anne Schröder mit 16 und Hannah Gablać mit 15 Treffern einen großen Anteil hat.

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