Krefeld: Die Adler Königshof streben im Heimspiel die ersten Punkte an.

Handball Nordrheinliga : Adler sind nach dem Fehlstart gefordert

Das Regionalliga-Schlusslicht hofft im Heimspiel gegen die HSG Siebengebirge auf die ersten Punkte.

Ein Blick auf die Statistik offenbart offenkundig das Problem der Adler Königshof in der Nordrheinliga, denn mit 69 erzielten Treffern nach drei Spielen haben sie mit Abstand am seltensten getroffen. Die Ursache der wenigen eigenen Treffer im bisherigen Saisonverlauf sieht Trainer Goran Sopov aber nicht im Angriff, sondern, so seltsam das klingen mag, in der Abwehr. Die weist nicht nur ebenfalls den schwächsten Wert aus (92 Gegentreffer), sondern generiert auch zu wenig Ballgewinne. „Wir müssen in der Abwehr besser zugreifen und dann in den Tempogegenstoß kommen. Das sind die einfachen Tore, die es für Siege braucht. Wir kommen derzeit eigentlich nur im gebundenen Angriff zum Abschluss und das ist schwer“, sagt der Trainer.

Dennoch ließ er am Dienstag verstärkt den Torabschluss trainieren. Dabei ging es ihm aber gar nicht so sehr darum, spezifische Schwächen im Abschluss zu beheben, sondern den Spielern ein gutes Gefühl und damit etwas für den Kopf zu geben. Der sei insgesamt auch das Kernproblem. „Ich habe in meiner Analyse noch einmal festgestellt: Wir müssen konstant über 60 Minuten spielen. Wir haben Phasen, da sind wir richtig gut, und andere auf Kreisliganiveau. Und damit reißen wir uns alles ein, was wir aufgebaut haben“, sagt Sopov.

Mit welchem Personal er dieses Vorhaben am Samstag (19.30 Uhr) im Heimspiel gegen den ebenfalls noch punktlosen Vorletzten HSG Siebengebirge angehen kann, ist noch nicht klar. Einerseits sind Tim Wirtz und Jochen Schellekens wieder fit, andererseits geht aber ein Virus durch die Kabine. „In dieser Woche mussten Dean Christmann, Sebastian Bartmann und Calvin Stattrop mit dem Training aussetzen. Mal sehen, wer am Samstag fit ist“, sagt der Trainer.

Ein voller Kader wäre ohne Frage ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur angestrebten Konstanz und den erhofften ersten Punkten der Saison. Die wären dringend nötig, damit das Team nicht den Glauben an sich verliert. „Wir sind eine komplett neu zusammengestellte Mannschaft und die Jungs brauchen den Glauben an sich. Wir wollen und müssen zeigen, dass wir in der Nordrheinliga eine gute Rolle spielen können“, gibt der Trainer vor. Seine Mannschaft will und muss dieser Ansage nun gegen den Tabellennachbarn Taten folgen lassen.

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