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Krefeld: Der erneute Lockdown trifft den Nachwuchs des KEV hart

Eishockey : Der erneute Lockdown trifft den Nachwuchs des KEV hart

Die meisten Mannschaften müssen sich seit Montag mit Online-Trockentraining begnügen. Der Klub fordert für die U17 und U17 die Einstufung in den Profisport, damit sie auch beim Lockdown aufs Eis dürfen.

Der neuerliche Lockdown während der Corona-Pandemie trifft die Nachwuchsspieler im Eishockey besonders hart. Die ab Mitte März geplanten Relegations- und Endrunden mussten wegen des ersten Lockdowns bereits komplett abgesagt werden, und seit dem 2. November stehen die Schlittschuhe des Eishockeynachwuchses an fast allen Standorten erneut im Schrank. Wann die Jugendlichen und Kinder wieder aufs Eis dürfen, ist derzeit noch völlig unklar. Klar ist inzwischen nur, dass der Abstieg in der dieser Saison sowohl in der U17- Bundesliga als auch in der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) ausgesetzt ist. Allerdings ist das für die Spieler nur ein schwacher Trost. Für sie geht es darum, sich in den einzelnen Altersstufen nicht nur im Training, sondern auch in Wettkämpfen weiter zu entwickeln.

„Der neuerliche Lockdown ist eine Katastrophe. Es ist ja auch nicht abzusehen, wann sich die Lage ändert“, sagt Sportvorstand Elmar Schmitz. Die Trainer bis zur U15 haben ihre Spieler jetzt wieder im Online-Training. „Bei der U17 und U20 verzichten wir nach Absprache mit den Spielern auf ein Online-Training. Jeder hat einen individuellen Plan bekommen, die Ergebnisse bekommen wir einmal in der Woche bei einem Zoom-Meeting“, sagt U20-Trainer Robin Beckers.

Auf eine Einstufung der U17 und U20 in den Profisport hat Trainer Beckers bislang vergeblich gehofft. „Das ist Ländersache und dann muss noch die jeweilige Kommune zustimmen. Bei uns in NRW hat sich nichts getan, ich weiß nur, dass in Mannheim, Augsburg und Berlin trainiert wird.“ Auch seitens des DEB hofft er bislang vergeblich auf Unterstützung: „Nachwuchskoordinator Ulli Liebsch hat uns lediglich mitgeteilt, Ruhe zu bewahren und die Regeln zu befolgen“. Nach derzeitiger Pandemielage erscheint es eher unwahrscheinlich, dass die Saison im Nachwuchs wie vom DEB geplant am 5. Und 6. Dezember fortgesetzt wird.

Nachdem die Spiele der U23 in der Oberliga am Wochenende wegen eines Corona-Falls einschließlich Quarantäneverfügung ausfallen mussten, hoffen die Verantwortlich, dass die Mannschaft in den kommenden Tagen wieder ins Training einsteigen kann. „Es handelt sich um einen Spieler, der nur am Dienstag mit der Mannschaft trainiert hat. Wir sind in engem Austausch mit dem Gesundheitsamt und lassen das Team am Montag noch mal testen. Wir hoffen, dass dann die bis zum 24. November geltende Quarantäne aufgehoben werden kann“, sagt Sportobmann Elmar Schmitz.