Krefeld: Damian Janus freut sich auf das Duell gegen den TuS Ferndorf

Zweite Handball-Bundesliga : Damian Janus freut sich auf das Duell gegen den TuS Ferndorf

Der Spieler von Handball-Zweitligist HSG Krefeld taucht selten in der Torschützenliste auf, ist dafür aber maßgebend für das gute Defensivverhalten.

Bei Handball-Zweitligist HSG Krefeld konnte deren Co-Trainer Felix Linden das vergangene Auswärtsspiel aufgrund beruflicher Tätigkeit nur im Internet-Stream verfolgen. Dies erwies sich aber nicht als Nachteil, weil nur Trainer Arnar Gunnarssson am Spielfeldrand der HUK-Coburg Arena stand. „Wenn man ein Spiel von der Ferne sieht, dann geht es etwas entspannter zu und die Sicht ist etwas anders. Ich habe mir viele Notizen gemacht“, erklärt Linden, der eben diese in der Woche mit Gunnarsson anging aufzuarbeiten. Auffällig dürften dabei die vielen technischen Fehler auf Krefelder Seite gewesen sein, die zu viele Tempogegenstoßtore führten. „Handball ist mit Automatismen verbunden. Da muss vieles ineinander greifen. Im Prinzip muss du die Spieler nachts wecken können und die legen gleich darauf hin blind los, wenn das Licht in der Halle angeht“, sagt Krefeld Co-Trainer weiter, der gerade im Aufbauspiel Verbesserungspotenzial sieht, damit der Ball öfters als bisher den Weg ins gegnerische Tor findet. „Jetzt müssen so langsam mal Punkte her. Es ist schade, dass der Aufwand, den alle neben ihren Beruf betreiben, nicht belohnt wird“, hofft Linden auf einen Erfolg am Samstag gegen Ferndorf.

Einer, der eher selten in der Torschützenliste auftaucht, ist Damian Janus. Das hat aber auch einen einfachen Grund, denn der 29-Jährige ist der Abwehrchef der Eagles und hat einen großen Anteil am guten Defensivverhalten der Krefelder. „Die ersten fünf Spiele haben wir hinten ja nicht schlecht gestanden. Nur nach vorne hapert es noch etwas“, sagt Janus, blickt aber dabei gleichzeitig ungern auf das Spiel gegen Coburg zurück. „Die Coburger haben sich gut auf unsere 5:1-Deckung eingestellt. Wenn man da nicht 100 Prozent gibt, hat man keine Chance“, gibt er einen Rückblick dazu. Gerade in diesem Spiel zeigte sich der große Unterschied zwischen einem Profiteam und der HSG, wo nur vier Profis auflaufen. „Das merkt man schon an der Art und Weise wie die zusammenspielen“, erklärt Janus. Angesprochen warum er von den Unparteiischen schnell ermahnt wird, eine Gelbe Karte oder eine Zeitstrafe kassiert, antwortet der Abwehrspieler: „Klar frag ich manchmal auch, wofür ich was bekommen habe“. Es mag aber auch daran liegen, dass seine Spielweise ungewöhnlich ist für die 2.Bundesliga.

Wenn es am Samstag um 19.30 Uhr gegen den TuS Ferndorf geht, freut er sich schon darauf, denn die Kreuztaler sind keine Unbekannten. Noch vor zwei Jahren spielten beide Vereine in der Dritten Liga um den Aufstieg. „Da haben wir beide Spiele erst kurz vor Ende verloren, waren aber immer auf Augenhöhe gewesen“, hofft er auf den ersten Punkt.