Krefeld: Cutura hofft auf Felix Sender

Handball-Oberliga : Cutura hofft auf Felix Sender

Zwei Topspiele stehen für Adler Königshof und TV Oppum auf dem Programm. Die Gegner stehen auf Rang zwei und drei. Während aber die Adler mit beiden punktgleich sind, steht der TVO in hinteren Tabellenregionen.

Zum absoluten Spitzenspiel der Handball-Oberliga kommt es am Samstag um 19.30 Uhr in der Sporthalle an der Johannes-Blum Straße, wenn die Adler Königshof Mettmann Sport empfangen. Nach fünf Spielen der Saison 2019/20 liegen die beiden Teams einen Zähler hinter Spitzenreiter Wölfe Nordrhein nur durch zwei Treffer in der Tordifferenz getrennt auf den Plätzen zwei und vier. Dazwischen rangiert sogar noch der TV Lobberich, gegen den bereits um 18 Uhr der TV Oppum in heimischer Halle antritt.

Beide Teams, Adler und Mettmann, zählen zu den offensivstärksten der Liga. Während die Adler mit 155 Treffern die beste Offensive stellen, kommt der Gast mit 147 Torerfolgen auf den viertbesten Wert. Doch obschon die Gegner absolut auf Augenhöhe sind, könnten die Ausgangsvoraussetzungen kaum unterschiedlicher sein. Während nämlich der Gast vor der Saison klar den Aufstieg in die Nordrheinliga als Ziel ausgegeben hat, sagt Adler-Trainer Marius Timofte weiter standhaft: „Unser Ziel ist, so viele Punkte wie möglich zu sammeln, um den Klassenverbleib sicherzustellen. Danach sehen wir weiter.“

Zum aktuell sehr starken Tabellenstand hat er eine eigene Meinung. „Wir haben diesen ersten Teil der Saison absolut nicht erwartet. Es freut uns natürlich aber ehrlich gesagt sind wir überrascht. Wir sind ein junges Team, das längst nicht am Ende der Entwicklung angekommen ist“, sagt er. Die Pause rund um die Herbstferien empfindet er als Nachteil für sein Team. „Wir hatten einen Lauf, der jetzt unterbrochen ist. Klar konnten einige Jungs kleinere Verletzungen oder Krankheiten auskurieren, aber wir hätten gern weiter gespielt“, befindet Timofte.

Vor dem Feiertag geht es noch im Pokal gegen Nordrheinligist SG Langenfeld. Die Chancen sind naturgemäß gering. „Wir wollen das Spiel lange offen halten und es nutzen, uns einzuspielen. Wir würden gern gewinnen, wissen aber um die Klasse des Gegners“, sagt der Trainer.

Ganz anders und doch, hinsichtlich der Stärke des Gegners, ähnlich ist die Situation einige Kilometer weiter beim TV Oppum. Nicht nur, dass das Team in den ersten Spielen stets spät die Punkte abgab und somit erst im letzten Spiel vor der Pause, dem fünften der Saison, den ersten Sieg feierte, das Team ist auch schwer angeschlagen. „Bei uns ist derzeit die halbe Mannschaft krank. Derzeit sieht es so aus, als müssten wir ohne Kreisläufer auflaufen. Das ist gegen ein Topteam wie Lobberich natürlich nicht optimal“, sagt Trainer Ljubomir Cutura. Die Kadertiefe zieht sich für die Seinen als Problem durch die ganze Saison.

Kommen dann noch Krankheiten hinzu, wird es schon einmal eng. Entsprechend dringend hofft er, dass Felix Sender es schafft, am Samstag mit dabei zu sein. Der Abwehrspezialist begann unlängst sein Medizinstudium in Marburg und kann nur sporadisch zu den Spielen anreisen. „Noch wissen wir nicht, ob Felix es schafft. Aber gerade bei unseren Ausfällen wäre es natürlich unglaublich wichtig“, sagt der Trainer, der aber auch Vertrauen in sein Team hat. „Wir haben bisher eigentlich immer dann die besten Leistungen gebracht, wenn wir viele Ausfälle hatten. Das Team hat einen guten Charakter und rückt dann enger zusammen“, befindet er. Allein die Besetzung des Kreises bereitet ihm Kopfzerbrechen.

Doch wer auch immer in dieser Position spielen wird, ob einer der beiden etatmäßigen Kreisläufer fit wird oder nicht, das Ziel sind Punkte. „Klar, egal, wie die Lage ist, wir gehen ins Spiel, um zu gewinnen. Wir spielen zu Hause“, gibt Cutura sich kämpferisch.