Krefeld: Adler Königshof und TV Oppum suchen ihren Platz in der Liga

Handball-Oberliga : Timofte strebt einen Platz im Mittelfeld an

Zum Auftakt trifft der Oberligist Königshof auf den VfB Homberg, der TV Oppum muss in Mettmann antreten.

Am Wochenende startet die Handball-Oberliga in ihre neue Saison. Aus Krefelder Sicht ist hier Vieles neu. Einerseits natürlich die Tatsache, dass in den Adlern Königshof, die aus der Nordrheinliga abstiegen, ein zweites Team neben dem TV Oppum am Start ist. Andererseits aber hat sich in den Hallen der Seidenstadt etwas maßgeblich geändert: Künftig darf nach aktuellem Stand unterhalb der Nordrheinliga kein Harz mehr verwendet werden, was das Spiel deutlich verändert. Das Haftmittel verwenden Handballer, um den Griff am Ball zu verbessern. Die Stadt verbot seine Verwendung in den unteren Klassen, um Reinigungskosten zu sparen.

„Ich finde das ganz schwierig. Der Handball ist ohne Harz ein ganz anderes Spiel und die Vorbereitung zeigt schon einen deutlichen Unterschied zwischen den Spielen mit und ohne Harz“, sagt Adler-Trainer Marius Timofte. Für sein Team ruft er das Ziel aus, so schnell wie möglich in der Liga anzukommen und sich zunächst weit von den Abstiegsplätzen fern zu halten. „Unter dem Strich ist das erst einmal das Wichtigste. Danach strebe ich einen Mittelfeldplatz an“, sagt der Rumäne, der im Winter den glücklosen Goran Sopov beerbte und das Team um Haaresbreite noch in der Viertklassigkeit gehalten hätte.

Um diese Ziele zu erreichen wäre selbstredend ein Erfolg im Auftaktspiel gegen den VfB Homberg am Samstag um 19.30 Uhr wünschenswert aus Adler-Sicht. Die Voraussetzungen dafür sind gut. Die Mannschaft kann in Bestbesetzung antreten und ist, anders als vor einem Jahr, eingespielt. „Wir hatten in der Vorbereitung keine Probleme, die Leistungen waren gut und ich bin optimistisch“, sagt Timofte. Der kann nun zeigen, wie eine Mannschaft funktioniert, die er über einige Zeit aufbauen und einspielen konnte.

Die oben bereits erwähnte Harz-Problematik treibt ihn mehr um. „Ich hoffe, dass sich hier kurzfristig ein Kompromiss findet. Wie auch immer dieser aussehen mag. Aber so, wie es jetzt ist, sollte es nicht bleiben“, befindet Timofte und bekommt dabei Zuspruch von Frederik Küsters, seines Zeichens sportlicher Leiter des TV Oppum. „Ohne Harz ist Handball eigentlich nicht vorstellbar. Wir brauchen hier schnell eine Lösung“, sagt er.

Das Team sieht er für die Saison und das erste Spiel bei Mettmann Sport am Samstag um 17.30 Uhr gut aufgestellt. „Wir haben zwar zwei Langzeitverletzte in Mario Sobirejski und Carlo Zimmer, die die ganze Saison mit Kreuzbandriss ausfallen, aber auch vier gute neue Jungs in Jochen Schellekens, Matthias Hoffmann, Patrick Dönni und Florian Krantzen. Sie haben sich gut integriert und machen uns besser. Aber der Kader ist durch die Langzeitverletzungen dünn und weitere Ausfälle wären schwer zu kompensieren.“ Entsprechend gehen die Oppumer ohne echte Zielsetzung in die Saison. Naturgemäß gilt es, erst einmal den Klassenverbleib sicher zu stellen und dann weiter zu schauen. Die Saison wird also interessant. Nicht nur, was das Thema Harz angeht.

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