Kracherlos für HSG Krefeld: Erste Pokalrunde gegen Füchse Berlin

Handball-Pokal : Kracherlos für HSG Krefeld: Erste Pokalrunde gegen Füchse Berlin

Die Eagles treffen in der ersten Runde des DHB-Pokals auf Topteam Füchse Berlin. Ob das Vierer-Turnier in Krefeld stattfindet ist noch nicht klar.

(svs) Mit einem absoluten Kracher startet die kommende Zweitligasaison für die HSG Krefeld. Das Team von Ronny Rogawska wurde gestern in der ersten Runde des Pokals gegen die Füchse Berlin gelost. Die Berliner gehören zu den absoluten Topadressen des Deutschen Handballs und scheiterten in der abgelaufenen Pokalrunde erst im Final-Four am THW Kiel.

„Natürlich müssen wir da über die Favoritenrolle nicht sprechen. Die Füchse sind eine der besten Mannschaften Europas. Wir wollen natürlich alles geben, aber es ist ähnlich, als träfe man im Fußball als Zweitligist auf Bayern München oder Borussia Dortmund. Es ist ein ganz tolles Los“, sagt HSG-Trainer Ronny Rogawska. Der Däne freut sich dabei vor allem auf zwei Gegner: Füchse-Trainer Velimir Petkovic, dessen Co-Trainer er einst war, und seinen Landsmann Hans Lindberg. „Er ist mit Dänemark Weltmeister geworden und ein toller Spieler. Persönlich kenne ich ihn aber nicht“, sagt der HSG-Übungsleiter.

Wo das Vierer-Turnier, zu dem auch noch der Vorjahresgegner der HSG, Drittligist TuS Spenge, sowie der künftiger Ligakonkurrent TuS Lübbecke, die das andere Halbfinale bestreiten werden, zählen, stattfinden wird, ist noch nicht klar. Die Eagles denken jedoch darüber nach, die Austragung in die Hand zu nehmen. „Das wäre natürlich für unsere Fans eine tolle Sache bei einem derart attraktiven Gegner schon vor der Saison. Aber es ist auch ein großes finanzielles Risiko, das wir nur eingehen, wenn wir für das Event zusätzliche Sponsoren finden. Daran arbeiten wir gerade mit Hochdruck“, sagt Eagles-Sprecher André Schicks.

Mündlich jedenfalls hat er sein Interesse bei der Spielkommission bereits bekundet. „Dort wurde mir signalisiert, dass die Aussichten, wenn wir uns dann wirklich formell bewerben, sehr gut sind. Ich hoffe, wir können das realisieren“, sagt Schicks. Die Füchse schlossen die Saison als Sechster der ersten Liga ab und qualifizierten sich damit für den Europapokal. Den EHF-Pokal gewann das Team im Jahr 2018 und scheiterte in der just abgelaufenen Saison erst im Finale an Ligakonkurrent und Spitzenteam THW Kiel. Seit 2015 (Sieg gegen HSV Hamburg) verpasste das Team nur einmal das Finale des Europapokals, gewann zweimal und wurde zweimal Zweiter. Die HSG trifft also ohne Frage auf eine europäische Spitzenmannschaft. Umso schöner wäre es, wenn sich die Sponsoren fänden, dieses hochklassige Event in die Seidenstadt und an den Glockenspitz holen zu können.

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