KFC Uerdingen: Musculus stellt die Weichen zum Sieg

KFC Uerdingen: Musculus stellt die Weichen zum Sieg

Der Torjäger des KFC Uerdingen trägt zwei Treffer zum 3:0-Sieg beim SV Rödinghausen bei. Das dritte Tor erzielt der erneut starke Maximilian Beister. Damit bleibt die Mannschaft unter Trainer Stefan Krämer auf Erfolgskurs.

Als der zweifache Torschütze Lucas Musculus nach 65 Minuten das Spielfeld verließ, applaudierten KFC-Präsident Mikhail Ponomarev und seine Stellvertreter Nikolas Weinhart und Frank Strüver auf der Tribüne. Es war nicht das letzte Mal, denn auch Maximilian Beister trug sich noch in die Torschützenliste ein. Am Ende feierte der KFC Uerdingen beim SV Rödinghausen einen souveränen 3:0 (2:0)-Sieg. Damit bleiben die Blau-Roten an der Tabellenspitze. Bereits am Samstag gehen sie das nächste Mal auf Punktejagd: bei Alemannia Aachen.

Der KFC hatte gut daran getan, die Mannschaft bereits am Morgen den Bus besteigen zu lassen. So ging es in aller Ruhe in ein Tageshotel in der Nähe von Bielefeld, wo Trainer Stefan Krämer die Spieler final auf die Begegnung vorbereiten konnte. Die knapp 150 Fans, die den 230 Kilometer weiten Weg in den nördlichsten Zipfel von Ostwestfalen nicht gescheut hatten, benötigten nämlich am Nachmittag dreieinhalb Stunden über die vollen Autobahnen. Und auf der Fahrt mussten sie um die Austragung der Partie bangen, denn es schüttete aus Kübeln, so dass die Gefahr bestand, dass die Begegnung nach Frost und Eis nun ein zweites Mal abgesagt werden würde. Doch der Rasen in dem schmucken, 3.140 Zuschauer fassenden und 2011 eröffneten Häcker-Wiehenstadion war gut in Schuss.

808 Besucher waren trotz nass-kalter Witterung auf die Anlage der nicht einmal 10.000 Einwohner zählenden Gemeinde Rödinghausen gekommen, um ihr Team gegen den KFC zu unterstützen - damit wurde der Schnitt von 1.166 Zuschauern allerdings nicht erreicht.

Dennis Mertens (re.) vergab für Anrath nach der Pause zwei Großchancen. Foto: Fupa
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KFC-Trainer Krämer hatte die Anfangsformation auf drei Positionen geändert. Für den nach der fünften gelben Karte gesperrten Connor Krempicki spielte Routinier Patrick Ellguth auf der Sechser-Position, für Johannes Dörfler auf der rechten Seite Jan Holldack, der gegen Köln eingewechselt worden war und für viel Schwung gesorgt hatte, und auf der linken Seite für Oguzhan Kefkir der konterstarke Dennis Chessa. "Rödinghausen kann befreit aufspielen und wird uns nichts schenken", hatte Krämer prognostiziert. Allerdings hatte er seinen Schützlingen wahrscheinlich auch gesagt, dass sie Favorit sind und er die drei Punkte will, denn die Gäste übernahmen von Beginn an die Initiative, während die Platzherren ihr Heil in Kontern suchten. Und sie hatten die erste große Chance nach einer Viertelstunde durch Jonas Burke, doch KFC-Torhüter Rene Vollath war zur Stelle.

Die Uerdinger kamen zunächst nicht zu klaren Chancen, erhöhten aber nach einer halben Stunde den Druck. Nach einer Hereingabe von Alexander Bittroff war Lucas Musculus zur Stelle und stocherte den Ball am Fünf-Meter-Raum in echter Torjägermanier über die Linie. Zwei Minuten später hätte Maximilian Beister per Kopf auf 2:0 erhöhen müssen. Wenig später machte er es besser. Da zeigte Beister, wie wertvoll er für den KFC ist und zog auf der linken Seite auf und davon. Bei seiner präzisen Hereingabe brauchte Musculus nur noch den Fuß hinzuhalten - für einen Torjäger seines Formats ein Klacks. Das war schon Sekunden vor der Pause die Vorentscheidung, zumal kurz zuvor Daniel Latkowski die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Früh hatte er Chessa gefoult, dann Christian Dorda.

Doch die Gastgeber gaben sich nicht geschlagen. Der KFC stand nun stabil und lauerte auf einen Konter, um Rödinghausen den endgültigen K.o. zu versetzen. Dies blieb Beister vorbehalten, der den dritten Treffer an diesem Abend erzielte.

(ths)