MSV Duisburg: Stadionsperrung aufgehoben - KFC Uerdingen gegen Würzburger Kickers kann ausgetragen werden

Keine Sperre : KFC-Spiel gegen Würzburg kann in MSV-Stadion stattfinden

Die Drittliga-Begegnung des KFC Uerdingen gegen die Würzburger Kickers kann wie geplant ausgetragen werden. Wegen beschädigter Dachplatten an der Duisburger Arena hatte ein Gutachter zuletzt eine Spielabsage angeraten.

Nachdem zwei verschiedene Gutachten zu unterschiedlichen Bewertungen der Gefahrenlage am Dach der MSV-Arena gekommen waren, haben die Experten nun Einigung erzielt und grünes Licht für die Austragung des Spiels zwischen dem KFC Uerdingen und den Würzburger Kickers am kommenden Sonntag, 27. Januar (15 Uhr) gegeben.

„Auf Basis der beiden vorliegenden Gutachten haben die Fachleute heute gemeinsam entschieden, dass die Vorbereitungen für das geplante Spiel weiterlaufen können“, teilte die Stadt Duisburg am Abend mit.

Voraussetzung sei allerdings, dass das Wetter mitspielt, also bis zum Wochenende kein starker Sturm aufkommt. Die beschädigten Platten sollen zeitnah ausgetauscht werden.

Bei einer Routinekontrolle im Duisburger Fußballstadion waren von einem externen Gutachter Schäden an der Dachkonstruktion der Arena festgestellt worden. Einige Lichtstegplatten im Dach über den Zuschauerrängen sind defekt. Das ist der halbtransparente Teil des Dachs, der unmittelbar über Zuschauerrängen und Innenraum hängt.

Das Bauamt der Stadt Duisburg hatte aus diesem Gutachten den Schluss gezogen, dass eine akute Gefahr für die Zuschauer bestehe und die Arena für Fußballspiele gesperrt.

Dirk Broska, Geschäftsführer der Stadion-Projektgesellschaft, ließ daraufhin einen zweiten Gutachter den Sachverhalt klären. „Das zweite Gutachten zeigt, dass es ein paar kleine Schäden an den Platten gibt. Es sind aber keine, die ad hoc eine Gefahr für Leib und Leben darstellen“, sagte Broska am Montag unserer Redaktion. Einige Platten hätten kleine Risse, durch die Wasser eindringen kann. Es bestehe aber keine Gefahr, dass die Platten dadurch hinunter stürzen könnten.

Im Grunde würden beide Gutachten das gleiche feststellen, sagt der Geschäftsführer der Stadion-Projektgesellschaft. „Der erste Gutachter hat es im Tonfall nur so formuliert, dass die Stadt daraus eine akute Gefahr gelesen hat.“

Zusammen mit dem zweiten Gutachten kam die Stadt nun auch zu dem Schluss, dass die Platten zwar sobald wie möglich ausgetauscht werden müssen, Spiele aber bei normalen Wetterbedingungen stattfinden können.
Das dürfte den Stadionbetreiber freuen. Denn nun spart er Kosten. Die Platten können zunächst produziert und dann direkt eingebaut werden. Hätte die Stadt darauf bestanden, dass die Platten vor dem Spiel des KFC entfernt werden müssen, hätte die Stadion-Projektgesellschaft doppelt für Gerüste und Dachdecker zahlen müssen - einmal beim Herausreißen der Platten und dann beim Einbau. Denn die Platten müssen erst produziert werden und das würde dauern, sagte Broska.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das kaputte Duisburger Stadiondach

(rent/aak)
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