KFC Uerdingen: Endspiel in Erndtebrück

KFC Uerdingen: Endspiel in Erndtebrück

Regionalligist KFC Uerdingen tritt am Samstag bei der Mannschaft der Stunde an. Doch mit einem Sieg dort soll der Vorsprung ausgebaut und der Druck auf Viktoria Köln weiter erhöht werden.

Die Ausgangslage war extrem schwierig, als Stefan Krämer Mitte März das Traineramt beim KFC Uerdingen übernahm. Sie besserte sich zunächst auch nicht, denn die Blau-Roten kamen im Heimspiel gegen Viktoria Köln nicht über ein 1:1 hinaus. Doch Krämer und die Mannschaft gaben sich kämpferisch und hielten am Saisonziel Meisterschaft fest. Nach den Siegen in Rödinghausen (3:0) und Aachen (2:0) formulierte der Coach forsch: "Wir haben jetzt acht Endspiele. Es kann gut sein, dass wir alle acht Spiele gewinnen müssen, um noch Meister zu werden." Die ersten beiden Siege (gegen Oberhausen 4:2 und Wegberg-Beeck 3:0) sind eingefahren. Nur noch sechs!

Am Samstag (14 Uhr) geht es zum TuS Erndtebrück. Eine vermeintlich leichte Aufgabe, denn die Gastgeber sind Tabellen-15. und kämpfen gegen den Abstieg. Doch die Tabelle lügt - besser gesagt, sie spiegelt nicht die derzeitigen Lei-stungen des Klubs im Rothaargebirge wider. Denn das Kellerkind trumpfte zuletzt ganz groß auf: Es besiegte Borussia Dortmund II (2:0), gewann das Pokal-Halbfinale beim Drittligisten Sportfreunde Lotte (2:1), deklassierte anschließend in Wuppertal (4:0) und trotzte am Mittwoch Viktoria Köln (1:1) einen Punkt ab.

Stefan Krämer war beim Spiel gegen Köln vor Ort. "Erndtebrück war in der ersten Halbzeit klar besser, in der zweiten dann Viktoria", berichtet er. "Es ist ein sehr schwierig zu bespielender Boden dort, ein Kunstrasen der älteren Genera-tion." Daher hat der KFC-Trainer die Übungseinheiten jetzt von Oppum auf den Kunstrasen an der Grotenburg verlegt. "Wir werden früh dort sein, um uns mit den Bedingungen vertraut zu machen." Zur optimalen Vorbereitung gehört auch, dass die Uerdinger bereits heute nach dem Abschlusstraining mit dem Bus hinfahren und dort Quartier beziehen. "Länger als zwei Stunden im Bus, das will ich am Spieltag nicht", sagt Krämer.

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Er bereitet die Mannschaft optimal vor, doch dann liegt es an den Spielern. "Wir müssen mindestens so viel laufen wie der Gegner; wir müssen mindestens so heiß sein wie der Gegner; wir müssen mindestens so zweikampfstark sein wie der Gegner", fordert der Trainer, dem es darum geht, die Fehlerquellen zu minimieren, ohne sich der eigenen Stärken zu berauben - zu deren Grundlagen auch Mut und Risikobereitschaft gehören.

Das Ziel von Krämer und seinen Schützlingen ist klar: "Wir wollen einen Sieg vorlegen und den Druck auf Viktoria Köln erhöhen. Wenn wir in Erndtebrück gewinnen, haben wir sieben Punkte Vorsprung." Zumindest für eine Nacht, denn die Köln spielen erst am Sonntag gegen Essen. Und sie haben noch ein sehr strammes Programm. Während der KFC noch sechs Spiele vor der Brust hat, müssen die Kölner noch neun Pflichtspiele bestreiten.

(ths)
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