Lokalsport: KFC bangt um den Einsatz von Beister

Lokalsport: KFC bangt um den Einsatz von Beister

Der 27 Jahre alte Torjäger laboriert an einer Kapselverletzung. Die Chance, dass er am Sonntag in Wattenscheid aufläuft, ist gering. Die Austragung der Begegnung ist hingegen nicht in Gefahr.

Je höher die Trainingsintensität, desto besser ist das für den Wettkampf. So lautet das Credo der Trainer. Der KFC Uerdingen arbeitet unter Profi-Bedingungen, entsprechend wird auch unter der Woche auf dem Platz trainiert. Jetzt hat ein Zweikampf jedoch ein Opfer gefordert: Maximilian Beister ist umgeknickt und hat eine Kapselverletzung erlitten. Ein MRT ergab, dass die Bänder nicht gerissen sind, so dass Trainer Michael Wiesinger erleichtert aufatmete. "Aber jeder, der schon mal gekickt hat, weiß, was das bedeutet", sagt er. "Wir müssen sehen, wie schnell wir den Schmerz raus bekommen." Damit ist der Einsatz des ehemaligen Bundesliga-Torjägers im ersten Meisterschaftsspiel des Jahres bein der SG Wattenscheid 09 am Sonntag (15 Uhr/live bei Sport1) akut gefährdet.

Hingegen scheint die Austragung der Begegnung in der Lorheide nicht in Gefahr. Zwar wird die endgültige Entscheidung erst am Samstag um elf Uhr von der Platzkommission getroffen, doch soll heute der Rasen gewalzt werden, und wenn das möglich ist, sollte dem Anpfiff nichts mehr im Wege stehen.

Dass die endgültige Entscheidung bereits am Samstag vormittag fällt, sorgt für Erleichterung. Vergangenes Wochenende war die Begegnung zwischen Wuppertal und Wattenscheid erst eine Stunde vor dem Anpfiff abgesagt worden. "Da wollten wir den Gegner natürlich noch einmal beobachten und sind dann unverrichteter Dinge wieder nach Hause gefahren", erzählt Wiesinger. Doch diesmal drängt natürlich auch Sport1 auf eine frühzeitige Entscheidung, weil der Aufwand für eine Live-Übertragung entsprechend groß ist. Der KFC-Trainer fiebert dem Spiel entgegen. "Das Schwierigste ist derzeit, die Spannung aufrecht zu erhalten", sagt er. "Das Pokalspiel gegen Oberhausen liegt schon wieder sehr weit zurück. Wir müssen die Konzentration hoch halten, und dann ist es nicht gut, wenn wir uns auf den Spieltag fokussieren und die Partie dann ausfällt."

Die Witterung stellt derzeit eine große Herausforderung da - auch für den normalen Trainingsbetrieb. "Als ich heute morgen wach wurde und aus dem Fester geschaut habe, wollte ich es nicht glauben - alles weiß", berichtet der Coach. "Jeden Tag Trainingsplätze neu zu organisieren, das macht einem schon das Leben schwer. Aber das geht vielen anderen auch so, damit müssen wir leben."

Aufgrund des Winterwetters hat er den Zeitplan auch verändert. "Normalerweise trainiere ich gerne morgens um zehn Uhr", sagt Wiesinger. "Jetzt hatte ich das Training schon auf 14 Uhr angesetzt, weil die Plätze morgens noch gefroren sind. Ich hatte die Hoffnung, dass die Sonne sie mittags auftaut." Gestern war das nicht der Fall, da war Flexibilität gefragt. So absolvierten die Spieler nur ein Lauftraining. "Das ist in dem Fall aber kein Problem, weil unser Spiel erst am Sonntag ist."

Die Wettervorhersage für die nächsten Tage ist gut: Kein Niederschlag, am Sonntag sogar strahlender Sonnenschein, nachts um den Gefrierpunkt, aber tagsüber acht Grad.

(ths)