Der KFC Uerdingen fiebert in der 3. Liga dem nächsten Neustart entgegen Der KFC kann gegen Jena wieder auf Stefan Aigner bauen Der KFC kann gegen Jena wieder auf Stefan Aigner bauen Der KFC Uerdingen kann gegen Jena wieder auf Stefan Aigner bauen wieder auf Stefan Aigner bauen

Premiere für neuen Cheftrainer : Der KFC Uerdingen fiebert dem nächsten Neustart entgegen

Der KFC Uerdingen muss am Samstag in Jena ran. Der neue Chefcoach Frank Heinemann verlangt von seinem Team Aggressivität und Spielwitz. Dabei kann er wieder auf einen wichtigen Spieler setzen.

Wenn sich am 18. Mai in der Dritten Fußball-Liga der Vorhang schließt, dann lohnt es sich, über die Saison des KFC Uerdingen ein Buch mit dem Titel „Das russische Trainer-Roulette“ zu schreiben. Es ist dann davon auszugehen, dass im letzten Kapitel Frank Heinemann die Hauptrolle spielt. Für die restlichen neun Punktspiele übernahm der 54-jährige Fußball-Lehrer am Samstag das Traineramt. Unter seiner Regie soll der Erfolg und das Glück zurückkehren, damit es am Ende vielleicht noch für den Relegationsplatz reicht. Am Samstag gibt er als Chef im Auswärtsspiel beim FC Carl-Zeiss Jena (14 Uhr, Live im WDR-Fernsehen) sein Debüt. Nach zehn sieglosen Spielen wahrlich keine leichte Aufgabe, obwohl sein Team beim Tabellenvorletzten als Favorit antritt. Davon will der erfahrene Coach allerdings nichts wissen: „Das wird ein ganz schwieriges Spiel. Jena wird sich reinschmeißen und wehren. Die Mannschaft hat sich in den bisherigen Spielen nie aufgegeben. Jena zu unterschätzen, wäre das Schlimmste, was man machen kann.“

Heinemann ist froh, dass nach einer turbulenten Phase mit drei Spielen innerhalb von acht Tagen und der Trennung von Norbert Meier Ruhe eingekehrt ist und er sich ganz auf die Trainingsarbeit konzentrieren konnte: „Wir haben eine intensive Woche und bis heute gut trainiert. Die Jungs sind bei der Sache und lassen sich nicht hängen.“ Am Mittwoch standen Zweikämpfe auf dem Programm: „Das haben die Spieler angenommen. Wir müssen die Aggressivität auch auf den Platz bekommen und dann über den Kampf unsere spielerischen Möglichkeiten ausspielen. Gegen Fortuna Köln war das auf diesem Rasen nicht möglich. Ich gehe davon aus, dass die Bedingungen in Jena wieder viel besser sind“, erklärte der Coach.

Wer am Freitag nach dem Training mit in den Mannschaftsbus steigen wird, stand am Donnerstag noch nicht fest. Johannes Dörfler klagte nach dem Training über Schmerzen an der Patellasehne. Jan Holldack konnte wegen einer Erkältung nicht trainieren. Khalil Mohammad bekam im Training einen Schlag ins Gesicht und musste zur Untersuchung ins Krankenhaus.

Bauen kann Heinemann wieder auf Stefan Aigner, der seine Verletzung auskuriert hat. Da mit Adriano Grimaldi jetzt ein zusätzlicher Stürmer zur Verfügung steht, könnte Aigner hinter den Spitzen, wo er fast immer zu Hause war, agieren. „Stefan wird auf einer Position spielen, wo er seine Qualitäten zeigen kann. Wir haben jetzt natürlich vorne mit Grimaldi jemanden, der Wucht ausübt, der Länge und gutes Zweikampfverhalten hat sowie einen Ball festmachen kann. Den hatten wir so hier noch nicht in der Mannschaft. Das ist in so einer Phase wie jetzt ein wichtiger Mann“, erklärte Heinemann.

Das Spielsystem will der Trainer nicht groß verändern: „Wir werden jetzt nicht alles umkrempeln. Das System hat was mit den Spielern zu tun, die wir haben und was wir damit umsetzten können. Das macht uns stark und muss zum Erfolg führen. In unserer Situation ist es mir aber auch egal, wie wir zu drei Punkten kommen.“

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