Kader 2018/19: KFC Uerdingen will noch drei neue Spieler verpflichten

Fußball: KFC-Trainer Krämer bewahrt die Ruhe

Während die Konkurrenten in der Dritten Liga bereits mit dem Training begonnen haben, genießen die Uerdinger Spieler noch ihren Urlaub. Derweil geht die Kaderplanung weiter.

In Kaiserslautern scheucht Trainer Michael Frontzeck seine Spieler schon über den Platz. In Braunschweig finden heute zum Trainingsauftakt die Test der Leistungsdiagnostik statt. Die beiden Zweitliga-Absteiger haben es eilig. Sie wollen in der siebenwöchigen Vorbereitungsphase die körperlichen Voraussetzungen für die Saison schaffen.

In Uerdingen ist das anders. Trainer Stefan Krämer schart seine Schützlinge erstmals am 25. Juni um sich. Verschläft der Aufsteiger in die Dritte Liga die wichtige Vorbereitung? „Nein“, sagt Krämer und lacht. „Wir haben eine völlig andere Situation. Unsere Saison dauerte zwei Wochen länger. Unsere Spieler haben jetzt vier Wochen Pause, die sie auch brauchen. Schließlich hatten wir eine sehr, sehr intensive Zeit.“ Und im Gegensatz zu den Zweitligaabsteigern, die ihre Negativerlebnisse verarbeiten mussten, gingen die Krefelder mit einem großartigen Erfolgserlebnis in die Sommerpause.

Krämer hält die fünfwöchige Vorbereitungsphase seiner Mannschaft für absolut ausreichend. „Es ist doch nicht so, dass die Spieler auf der faulen Haut liegen und Speck ansetzen“, sagt er. „Jeder Spieler hat einen individuellen Trainingsplan mit in den Urlaub genommen, jeder absolviert da seine Hausaufgaben. Aber das ist im Profibereich das normalste von der Welt. Wir werden also beim Trainingsauftakt nicht bei Null anfangen. Die Spieler verfügen beim Trainingsauftakt in puncto Fitness sicherlich über die notwendigen körperlichen Grundlagen.“

 Den vier Abgängen von Christian Müller, Kevin Pino-Tellez, Charles Takyi und Leon Binder stehen bislang drei Neuverpflichtungen gegenüber: Innenverteidiger Robert Müller vom VfR Aalen, Stürmer Maurice Litka vom FC St. Pauli und Mittelfeldspieler Manuel Konrad von Dynamo Dresden.

  • Portrait : Das ist Stefan Krämer

Ein Spieler, an dem die Uerdinger zunächst Interesse hatten, hat einen Vertrag beim TSV 1860 München unterschrieben:  Adriano Grimaldi wechselt von Preußen Münster zum Deutschen Meister von 1966. Traurig sind sie beim KFC darüber aber nicht. „Wir hatten ihm vor einigen Tagen mitgeteilt, dass wir nicht zusammen kommen. Wir hatten unterschiedliche Vorstellungen“, berichtet KFC-Geschäftsführer Nikolas Weinhart. Waren die Forderungen des torgefährlichen Mittelfeldspielers zu hoch? „Nein, es waren keine finanziellen Gründe“, antwortet Weinhart. „Es ging um andere Dinge.“

Sicher ist, dass die personellen Planungen beim KFC noch nicht abgeschlossen sind. „Dazu sage ich nichts“, erklärt Weinhart. Sollte kein weiterer Spieler den Verein verlassen, so dürfte die Zahl der noch zu verpflichtenden Neuen überschaubar sein. „Wir wollen die Gruppe zusammen halten und nur punktuell gezielt verstärken“, sagt Krämer. „Die Mannschaft hat gezeigt, dass das notwendige Potenzial vorhanden ist. Die Gruppe funktioniert gut und hat einen guten Charakter, daher wäre es überhaupt nicht sinnvoll, viel zu ändern.“

Allerdings sind die Anforderungen in der Dritten Liga nicht nur bezüglich der spielerischen Qualität höher. Auch ist es eine Liga mit 20 Mannschaften, wobei es in der kommenden Saison vier Absteiger gibt. „In der vergangenen Saison standen 21 Spieler in unserem Kader“, rechnet Krämer vor. „In dieser Saison sollten es schon 23 oder 24 sein.“ Demnach dürften noch mindestens drei, vielleicht sogar vier neue Spieler geholt werden. Vieles dürfte aber davon abhängen, welche Akteure in den ersten beiden Ligen keinen Verein mehr finden. Auf seiner Suche bevorzugt der KFC erfahrene Spieler.