KFC Uerdingen: Fischelns Uerdinger

KFC Uerdingen: Fischelns Uerdinger

Wenn am kommenden Mittwoch, 12. Mai, um 20 Uhr das Derby zwischen dem KFC und dem VfR Fischeln ansteht, kehren neun Fischelner sozusagen zu ihren Wurzeln zurück. Sie alle haben eine Uerdinger Vergangenheit. Ömer Uzbay war in seiner Kindheit sogar Balljunge in der Grotenburg.

Fussball Noch eine Woche, und der Tag, an dem der zweite Teil des von Rheinischen Post präsentierten Krefelder Stadtderbys zwischen dem KFC Uerdingen und dem VfR Fischeln ausgetragen wird, ist da. Für viele Fischelner ist das Duell auch deshalb ein besonderes Spiel, weil sie eine Uerdinger Vergangenheit haben. Würde man es negativ sehen, könnte man sagen, dass die erste Mannschaft des VfR Fischeln von Ex-Uerdingern unterwandert ist. Unter den Spielern und bei den Verantwortlichen der Grün-Weißen befinden sich nicht weniger als neun Personen, die schon die blau-roten Farben getragen haben.

Die prominenteste ist zweifelsohne Fischelns sportlicher Leiter, Ex-Profi Jörg Scherbe. Der gebürtige Cottbuser ist einer der letzten, der noch im Uerdinger Fußballinternat, der Villa Diegel an der Duisburger Straße, wohnte. Und das Mitte der neunziger Jahre, als eine solche Form der Fußballausbildung noch nicht Standard war, Uerdingen hier eine Vorreiterrolle spielte.

Als Profi für Uerdingen aktiv war auch Chrissovalantis Anagnostou, der jetzige Fischelner Co-Trainer. Der griechischstämmige Mittelfeldspieler kam zu Beginn der Saison 04/05 zum KFC und wurde vom damaligen und heutigen Uerdinger Trainer Wolfgang Maes zum Kapitän bestimmt. Das seinerzeitige Uerdinger Team stand eine Zeitlang sogar an der Tabellenspitze der damaligen Regionalliga Nord (3. Liga).

Co-Trainer jener rückwirkend gesehen sehr erfolgreichen Uerdinger Mannschaft war kein Geringerer als Fischelns heutiger Cheftrainer Dieter Hußmanns, der morgen versuchen wird, seinem alten Chef das Leben so schwer wie nur irgend möglich zu machen. Dabei verbindet beide - wie beide auch immer wieder übereinstimmend betonen - weiterhin eine gute Freundschaft.

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Etwas zwischen die Vereine und die Statuten des Fußballverbandes Niederrhein geraten ist aktuell David Machnik. Der 20-jährige Uerdinger Mittelfeldspieler sollte in der Winterpause nach Fischeln ausgeliehen werden. Auf Grund von Formfehlern beim Wechsel ist er aktuell bis zum 30. Juni 2010 gesperrt, kann weder für den einen noch den anderen Verein spielen.

Besser klappte da der Wechsel von Henning Niedmers. Zu Beginn dieser Spielzeit der A-Jugend des KFC entwachsen, verteidigt er jetzt für die Fischelner, will Uerdinger Treffer verhindern. Bis auf die A-Jugend alle Uerdinger Jugendmannschaften durchlaufen hat auch Ömer Uzbay, Fischelns Torschütze zum 1:1-Ausgleich im Hinspiel. "Ich war sogar schon Balljunge in der Grotenburg, als Bayer Uerdingen noch in der ersten Liga spielte", erinnert sich der heute 26-Jährige, der ausgerechnet auch noch im Uerdinger Krankenhaus das Licht der Welt erblickte, noch an bessere Krefelder Fußballtage. Verständlich, dass er seinen Treffer vom 11.September des vergangenen Jahres deshalb auch als einen besonderen bezeichnet.

Auf nur ein einziges Uerdinger Jahr in der B-Jugend kann Mike Grühn zurück blicken. Der offensive Mittelfeldspieler, der immer für einen überraschenden Geniestreich gut ist, kehrt nach einer schweren Knieverletzung gerade ins Team zurück. Gegen den FC Remscheid wurde er kurz vor Schluss eingewechselt. Ein 90-minütiger Einsatz gegen Uerdingen käme sicherlich zu früh. Ebenfalls in der KFC-Jugend aktiv waren die Fischelner David Kipka und Thomas "Ulf" Bahr.

(RP)
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