Duisburg: Ermittlungen gegen Fans vom KFC Uerdingen und Hansa Rostock

Ausschreitungen nach KFC-Spiel gegen Rostock: Polizei ermittelt jetzt wegen Landfriedensbruch, Brandstiftung und Körperverletzung

Nach den schweren Ausschreitungen beim Drittligaspiel zwischen KFC Uerdingen und Hansa Rostock am Samstag in Duisburg hat die Polizei die Ermittlungen unter anderem wegen Landfriedensbruch aufgenommen.

Früheren Angaben zufolge war vor dem Spiel ein Bus mit 80 Rostocker Fußballfans falsch abgebogen und stand dann zufällig am Eingang für die Krefelder Zuschauer. Die beiden Fangruppen seien direkt aufeinander losgegangen und konnten von der Polizei nur mit dem Einsatz von Reizgas getrennt werden. Dabei wurden mehrere Personen leicht verletzt.

Von rund 170 Personen wurden die Personalien festgestellt, wie Jacqueline Grahl, Sprecherin der Polizei Duisburg, am Montag sagte. Hauptsächlich gehe es um den Vorwurf des Landfriedensbruchs. Es werde aber auch wegen Brandstiftung, Körperverletzung, Benutzung von Feuerwerk und Widerstand gegen Polizeibeamte ermittelt.

Unter anderem soll geklärt werden, wie es zu dem Vorfall kommen konnte. „Wir geben zwar Anreiseinformationen raus, dies sind aber keine Verpflichtungen für die Busfahrer. Wie die Busse mit den Hansa-Rostock-Fans in den Heimbereich gekommen sind, müssen wir jetzt untersuchen“, sagte Grahl.

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Es war nicht das erste Mal, dass ein Teil der Fans aus Rostock unangenehm auffielen. Über 1100 Fans waren diesmal aus Rostock zum Spiel nach Duisburg angereist.

Das Drittliga-Spiel gewann der Aufsteiger aus Krefeld mit 2:1.

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(dpa/cbo)
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