KFC Uerdingen: Bitteres Unentschieden

KFC Uerdingen: Bitteres Unentschieden

Der KFC enttäuschte im Heimspiel gegen Goch erneut und trennte sich torlos. Der anvisierte Aufstieg rückt damit ein Stück weiter weg. Ailton saß nur auf der Tribüne, und Regjep Banushi zog sich einen Schienbeinbruch zu.

Es gibt Stiche, die tun richtig weh. Vor allem dann, wenn sie genau in eine ohnehin schon offene Wunde gedrückt werden. Als Viktoria Gochs Trainer Thomas von Kuczkowski nach dem 0:0 seiner Mannschaft gegen den KFC Uerdingen in der Grotenburg das Wort ergriff, da sagte er etwas, das genau den Kern der momentanen Situation traf: "Vielleicht sollte man einmal sagen, dass es auch in dieser Liga Mannschaften gibt, die nicht nur Thekentruppen sind, bei denen man nur über die Höhe des Sieges diskutiert. Auch die können kämpfen und rennen."

Genau das hatte seine Mannschaft über 95 Minuten lang praktiziert und damit den so hoch ambitionierten Uerdingern einen Stich verpasst, der schmerzt. Denn das 0:0 ist zu wenig, will der KFC aufsteigen. Zu allem Übel wird Regjep Banushi nicht mehr daran mitwirken können: Nach einem harten Einsatz von ihm selbst zog er sich einen Schienbeinbruch zu – die Saison ist für den albanischen Angreifer gelaufen (83.).

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Trainer Wolfgang Maes hatte Wort gehalten und die gleiche Anfangsformation aufgeboten wie zuletzt beim 3:0 gegen Kapellen-Erft. Ailton saß nicht einmal auf der Bank, sondern verfolgte das Geschehen nur von der Tribüne aus. Seine Kollegen zeichneten sich mehrheitlich darin aus, zwar körperlich auf dem Platz zu stehen, aber physisch offenbar woanders zu sein. So gehörte die Anfangsphase den Gästen, und Janz (10.) und Osman (13.) hätten durchaus für die Führung sorgen können. Erst nach gut einer Viertelstunde kamen die Uerdinger erstmals vors Tor der Gocher, doch Erhan Albayrak kam an ein Zuspiel von Malte Flock nicht richtig heran (15.). Zwölf Minuten später traf Ersan Tekkan aus spitzem Winkel nur den Innenpfosten, von dort sprang der Ball gegen den Fuß von Torwart Minas und aus dem Tor heraus. Und Sekunden vor der Pause vergaben Albayrak und Banushi aus aussichtsreicher Position.

Im zweiten Durchgang war der KFC zwar überlegen, aber noch immer nicht zwingend. Das Spiel nach vorne blieb weiterhin die Schwachstelle. Zwar pressten die Blau-Roten, doch Spielzüge blieben Mangelware. Banushi per Flugkopfball (53.) hatte zunächst die Gelegenheit zur Führung, zwei Minuten später traf Schulz auf der anderen Seite den Pfosten. Die größte Möglichkeit vergaben Banushi und Gzim Rexhaj, die sich nach einem Zuspiel von Sven Kegel gegenseitig im Strafraum über den Haufen rannten, statt aufs Tor zu schießen (72.) – eine Szene, die das Prädikat kläglich verdiente. Und in der Nachspielzeit hatte der KFC Glück, dass Ronny Kockel gegen den frei stehenden Kilic den Punkt festhielt.

(RP)