Wasserball : Bayer-Frauen peilen den Titel an

Nach einem Jahr des Umbruchs soll jetzt wieder an alte Erfolge angeknüpft werden.

Als George Triantafyllou im vergangenen Jahr die Trainerstelle bei den Wasserballfrauen des SV Bayer Uerdingen neu besetzte, kam er gerade zu dem Zeitpunkt, indem am Waldsee ein großer Umbruch erfolgte und nach Jahren des Erfolges alles quasi auf Null gestellt werden musste. Entsprechend war der 5. Platz in der abgelaufenen Saison auch keine Enttäuschung. Die Saison 2017/18 diente vielmehr dazu sich zu etablieren und die vorhandene Lücke bestmöglich zu schließen.

In seiner zweite Saison beim SV Bayer sieht die Zielvorgabe für den Griechen diesmal etwas anders aus. „Wir wollen uns den Titel wieder zurückholen. Unser Anspruch ist es oben mitzuspielen“, sagt Bayer-Wasserballwart Rainer Hoppe ohne Wenn und Aber. Seinem Trainer machte er mit dieser Aussage allerdings keine Angst, sondern entlockt ihm damit ein sanftes Lächeln. „Ich hatte hier bei Bayer einen harten Start, aber ich bin glücklich hier zu sein und bin bereit für große Aufgaben“, sagt Triantafyllou und zeigt gleichzeitig damit, dass er in Uerdingen angekommen ist. Was ihn allerdings dabei noch positiver stimmt ist die Tatsache, dass mit Rückkehrerin Jamie Verebelyi (SC Chemnitz) und dem Geschwisterpaar Gesa und Ira Deike vom amtierenden Meister Nikar Heidelberg wichtige Verstärkungen ins Team rücken. „Wasserball ist eher im unteren Bereich anzusiedeln, wenn es darum geht Sport und Beruf unter einem Hut zu bekommen. Dank des Projektes „Gold - made in Krefeld“ und der NRW-Sportstiftung ist es uns gelungen und für talentierte Spielerinnen interessant zu machen“, sagt Hoppe weiter. Dabei musste auch der Verein seine Hausaufgaben machen und die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen. Mit Triantafyllou als Profitrainer und der Verzahnung mit dem Nachwuchs ist dieser Schulterschluss gut gelungen. Der Grieche tauscht sich immer wieder mit den Jugendtrainern Claudia Blomenkamp und Bianca Ahrens aus. Auch das nun täglich trainiert wird und sich sein Team im Laufe der letzten Monate technisch und physisch weiter entwickelt hat zeugt davon, dass es der richtige Schritt war und die Entwicklung positiv voran schreitet. Mit den Frauen von den Wasserballfreunden Spandau hat in dieser Saison ein Verein in der Bundesliga neu gemeldet, so dass sich das Teilnehmerfeld auf acht erweitert hat.Triantafyllou freut es, dass es dadurch zwei Spiele mehr gibt: „Ich will jedes Spiel gewannen, dafür treten wir ja auch an“

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