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KFC Uerdingen: Torwart Robin Udegbe ein Königstransfer

Amateur-Fußball : Torwart Robin Udegbe ein Königstransfer des KFC Uerdingen

Die Wechselfrist im Amateurfußball ist abgelaufen. Jetzt bereiten sich alle neu formierten Kader auf den Saisonstart vor. Die Oberliga-Saison mit 21 Teams wird in alter Form, also mit Hin- und Rückspiele, durchgeführt.

OBERLIGA Auch wenn am neuen Kader noch gefeilt werden muss und das Testspiel in Münster noch nicht das gelbe vom Ei war, wird der KFC Uerdingen von der Konkurrenz überall aufs Favoritenschild gehoben. Das gilt besonders, wenn das Team ganz vorne und auf den Außenbahnen noch verstärkt wird. Der bisherige Königstransfer der Blau-Roten ist zweifelsohne Torwart Robin Udegbe.

Andere als Favorit abzustempeln,  tut man übrigens vor einer Saison oft gerne, um von sich selbst abzulenken. Kenner der Szene gehen aber dennoch von einem Zweikampf zwischen dem Voigt-Team und der SSVg. Velbert aus, die vergangene Spielzeit dem 1. FC Bocholt lange Paroli bot und wieder gut aufgestellt scheint. In der Verlosung sind auch die Sportfreunde aus Baumberg. Aber auch nur dann, wenn sie nicht wieder, wie zuletzt, einen Fehlstart mit drei Niederlagen hinlegen. Hoch vorgewettet werden die Ratinger, wogegen den Hildenern kaum noch so ein Jahr zugetraut wird, wie aktuell.

Mitabsteiger VfB Homberg hat seine Mannschaft stark verändert. Aber durchaus sinnvoll und mit Stefan Janßen den Trainer ins PCC-Stadion zurückgeholt, der da schon zweimal den Aufstieg perfekt machte. TVD Velbert, TSV Meerbusch - hier waren zuletzt gleich zu Beginn vier Schlappen wenig förderlich für den weiteren Verlauf - oder Monheim sind wieder Aspiranten für einen einstelligen Tabellenplatz. Ob Kleve, Schwarz-Weiß Essen oder Schonnebeck noch einmal so performen oder von TuRU Düsseldorf oder Union Nettetal gestellt werden, bleibt abzuwarten. Sollte noch ein nicht genannter Mitkonkurrent dazukommen bzw. einer ausbrechen, wäre dies eine Überraschung.

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Der SC St. Tönis geht nicht nur mit einem neuen Vereinsnamen in die Saison und hat mit Alexander Thamm einen neuen Trainer, der vom westfälischen Oberligisten TuS Ennepetal kommt mittlerweile in Kempen wohnt, sondern auch das Gesicht des Kaders hat sich wesentlich verändert. Wenn dabei nur einer der beiden neuen Angreifer Nils Macvan oder Johann Noubissi Noukumo besser trifft, als der wieder abgewanderte Samed Yesil, müsste, weil die Außenpositionen vielversprechend ergänzt wurden, mehr drin sein, als vergangene Spielzeit. Das Grundgerüst Defensive/Mittelfeld blieb nämlich komplett erhalten und mit den Keepern Joshua Claringbold, Simon Sell und Jannik Hinsenkamp ist man auch da gut aufgestellt.

Die neue Saison mit 21 Teams wird in alter Form, also mit Hin- und Rückspiele, durchgeführt. Änderungen behält sich der Verband diesbezüglich nur vor, wenn es wieder zu so einem starken Pandemieausbruch kommt, der alles über den Haufen wirft.

In Sachen Corona-Pandemie  in den Mannschaften spricht vieles dafür, dass zukünftig drei offiziell bestätigte Positivfälle nicht mehr ausreichen, um ein Spiel ausfallen zu lassen. Außerdem: Wechsel können ab heute nur noch Spieler, die in ihrem alten Klub abgemeldet sind bzw. im neuen Verein als Vertragsamateure auflaufen.

LANDESLIGA Durch den Abstieg der Tönisberger ist in der Landesliga aus dem Verbreitungsgebiet unserer Zeitung nur noch der VfR Fischeln übrig geblieben. Der hat zuletzt mit Platz 7 alle Erwartungen erfüllt. Wie gehabt wird beim neuen Kader wieder fast ausschließlich auf den eigenen Nachwuchs gesetzt. In der Tat sind da wieder einige vielversprechende Talente aufgerückt. Außerdem darf vom früheren Vorster Dario Krezic trotz halbjähriger Inaktivität einiges erwartet werden. Ferner sind die Akteure, die im Vorjahr der Jugend entwachsen sind, mittlerweile um zwölf Monate an Erfahrung reicher, was immer schon positiv war, alte Fehler nicht mehr zu machen.

Mit der gerade vorgenommenen Zuordnung in die Gruppe 1 trifft das Himmelmann-Team zwar auf viele alte Bekannte, die aber in der Vorsaison nicht Kontrahenten waren. Hoch vorgewettet werden neben Süchteln, Viersen, Kapellen oder Holzheim besonders Aufsteiger FC Büderich, der erneut personell richtig was getan hat. 

BEZIRKSLIGA Große Fluktuation in Grefrath und Tönisberg, auch mit neuen Trainern, wenig Bewegung bei Willich, Vorst oder Schiefbahn und mit dem Hülser SV und SC St. Tönis zwei spannende Aufsteiger. So oder ähnlich ist die Situation bei unseren Bezirksligisten. Auf den ersten Blick sollten die fünf Erstgenannten mit dem Abstieg kaum etwas zu tun haben. Beim SCS bleibt abzuwarten, wer die Lücken, die entstanden sind, schließt. Und das Neulinge, deren Höhergehen im Vorjahr keiner wirklich auf dem Plan hatte, erst einmal das Erreichen des rettenden Ufers auf der Agenda haben, ist normal. Mit Ausnahme der Tönisberger, die in die Gruppe 4 mit Goch, Straelen II, 1. FC Kleve II, VfL Repelen oder GSV Moers zusammenspielen (um nur einige zu nennen), kicken die fünf anderen gemeinsam in der Gruppe 3. Hier treffen sie kaum auf Unbekannte und auf viele interessante Derby und Nachbarschaftsduelle darf man sich freuen. Auch die Absteiger Meerbuch II, Giesenkirchen oder Kleinenbroich bzw. Neuling Süchteln II sind keine Fremden.