Lokalsport: KFC sorgt sich vor dem Köln-Spiel um Florian Rüter

Lokalsport : KFC sorgt sich vor dem Köln-Spiel um Florian Rüter

Fußball: Der Mittelfeldspieler fühlt sich seit Tagen unwohl. Trainer Wiesinger hat ihn aus dem Training genommen.

Die Geschichte von Florian Rüter beim KFC Uerdingen wird in diesen Tagen um eine Episode länger. Der offensive Mittelfeldspieler, der auch auf der Rechtsaußenposition eingesetzt werden kann, hat sich bei Trainer Michael Wiesinger als nicht-einsatzfähig gemeldet. "Er sagt, er sei nicht fit", sagt sein Trainer. Da der 26-Jährige, der im Sommer mit der Empfehlung von fünf Toren und vier Vorlagen bei 21 Einsätzen von Alemannia Aachen nach Krefeld gewechselt war, aber schon einmal verletzungsbedingt längere Zeit aussetzen musste, hat ihn sein Coach jetzt aus dem Training genommen - Medizinchecks sollen Aufklärung bringen, was die Ursache ist. "Für ihn ist es besonders ärgerlich, er war wirklich dran", sagt Wiesinger.

Rüter ist also einer derjenigen, die heute ab 14 Uhr nicht beim Knallerspiel gegen den Vorjahresmeister Viktoria Köln auflaufen können - wenn nicht doch noch eine Blitzheilung einsetzt. Ebenfalls passen müssen Kris Thackray, der weiterhin Reha-Maßnahmen nach seiner Knie-Operation betreibt, sowie Kevin Pino Tellez, der mit einer Knie-Reizung massiv angeschlagen ist. Auch Oguzhan Kefkir fehlt nach seiner Roten Karte; das Strafmaß war vor dem Freitagstraining noch nicht bekannt.

Bedingt durch die Partie am Dienstag gegen Rödinghausen hatte es Wiesinger in der Woche etwas lockerer im Training angehen lassen. Das hatte sich seine Mannschaft auch verdient, schließlich ist der Aufsteiger nun schon seit sieben Spielen unbesiegt und steht wieder ganz oben in der Tabelle. Doch Viktoria Köln stellt eine echte Herausforderung dar. Der Vorjahresmeister, der erst in der Relegation zur Dritten Liga an Jena gescheitert war, hat seine Meistermannschaft noch einmal verstärkt, hinkt im Moment allerdings als Tabellensiebter den Erwartungen noch hinterher. "Die werden alles dran setzen, den Abstand nach oben nicht noch größer werden zu lassen", sagt Wiesinger, der seine Mannschaft auch mahnt, von Beginn an hellwach zu sein. "Wir brauchen uns nicht zu verstecken, aber dürfen auch nicht zu euphorisch auf den Platz gehen. Erreicht haben wir noch nichts", sagt der Trainer.

Welches Personal er heute von Beginn an auf den Platz schickt, dazu wollte er im Vorfeld wenig sagen. "Entscheidend ist, wie wir taktisch spielen werden. Meistens fälle ich dann solche Entscheidungen aus dem Bauch heraus, wer spielen wird. Das wird diesmal sicherlich auch so sein", sagt Michael Wiesinger.

Übrigens: Eine Lösung zeichnet sich in Sachen Christian Müller ab. Der ehemalige Bundesliga-Spieler absolviert bereits seit einigen Tagen ein Probetraining bei den Uerdingern (die RP berichtete) und hat dort einen guten Eindruck hinterlassen. "Ich stehe mit Herrn Ponomarev im Austausch. Christian macht seine Sache hier sehr gut, das kann jetzt schnell gehen. Spätestens nach dem Viktoria-Spiel werden wir eine Entscheidung fällen", sagt Wiesinger.

(oli)