KFC Uerdingen: KFC: Nicht zu planen wäre fahrlässig

KFC Uerdingen: KFC: Nicht zu planen wäre fahrlässig

Fußball: Da der Regionalliga-Aufstieg so gut wie feststeht, wird hinter den Kulissen fleißig an der Zukunft gearbeitet.

Natürlich gibt es das Sprichwort, dass Hochmut stets vor dem Fall kommt, und da die Uerdinger rechnerisch noch vom ersten Rang und damit dem Aufstiegsplatz in die Regionalliga verdrängt werden können, ist das vom Verein gezeigte Zurückweisen der Glückwünsche zum Aufstieg verständlich. Indes genauso unverständlich, ja fast fahrlässig wäre es, wenn der Verein die Zeit, die er durch das Punktepolster von elf Zählern bei neun (Uerdingen) beziehungsweise acht (Schonnebeck) noch zu absolvierenden Partien nicht nutzen würde, um schon jetzt am neuen Regionalligakader zu arbeiten. Dabei ist immer wieder die Rede von unterschriftsreifen Verträgen, wobei aus Respekt gegenüber den abgebenden Vereinen derzeit noch keine Namen genannt werden. Bei der Zusammenstellung des Kaders für die Regionalliga ist zudem zu beachten, dass bei jeder Partie mindestens vier U23-Akteure im 18er-Kader stehen müssen. Eine Regel, mit der die Uerdinger im allersten Saisonspiel der Spielzeit 13/14 schon einmal eine schmerzhafte Begegnung hatten. Da standen lediglich drei U23-Namen auf dem Spielberichtsbogen und die mit 2:0 in Wattenscheid gewonnene Partie ging nachträglich am grünen Tisch verloren.

Nimmt man den Kreis der Spieler, die Trainer André Pawlak derzeit zumeist nominiert, erfüllen lediglich Johannes Dörfler und Philipp Goris auch in der kommenden Spielzeit das U23-Kriterium, sind nach dem 1. August 1994 geboren.

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Verbessert werden sollen in der kommenden Spielzeit auch die Trainingsbedingungen. Aktuell erweist sich das Rasenfeld hinter der Südtribüne häufig als zu klein. Rein von der Fläche her als Alternativen kämen die vom SC Bayer 05 Uerdingen genutzten Rasenflächen am Löschenhofweg oder die des Sportparks Oppum Am Holderpfad in Betracht. Dorthin ist der KFC in den vergangenen Jahren - insbesondere bei schlechten Witterungsverhältnissen - schon häufiger ausgewichen, auch die bereits gelebte Zusammenarbeit im Jugendbereich spräche für ein gutes Miteinander. Dass Uerdingens starker Mann, der Russe Mikhail Ponomarev den Verein möglichst schnell nach oben bringen will, ist kein Geheimnis. So kursierte auch schon das fatale Wort des Doppelaufstieges um die Grotenburg. Nikolas Weinhart, geschäftsführender Vorstand, schüttelt da nur den Kopf. "Uns geht es auch darum, den Verein nicht nur im sportlichen sondern auch im außersportlichen Bereich adäquat aufzustellen und das benötigt Zeit", sagt der Mann, dessen Handynummer mit der Ziffernfolge 1905 endet. Ähnlich äußert sich Leon Binder. "Bei Rot-Weiß Essen, wo ich vorher gespielt habe, sah sich die Mannschaft immer zu hoch gesetzten sportlichen Zielen konfrontiert. Das erzeugt nur Druck, der vermeidbar ist", sagt der Abwehrspieler, der auch Mitglied des Mannschaftsrates ist.

(RP)
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