Lokalsport: KFC: Mit aller Macht oben bleiben

Lokalsport: KFC: Mit aller Macht oben bleiben

Fußball: Die Uerdinger treten heute bei Rot-Weiß Essen zum Prestigeduell zweier Traditionsclubs an. Trainer Wiesinger kann wieder auf Kapitän Erb bauen. Einsatz von Schorch ist noch fraglich.

Die Winterpause im Fußball steht unmittelbar bevor. Das war gestern auch am Niederrhein an den ersten Schneeflocken zu erkennen. Für die Uerdinger heißt es daher heute ab 14 Uhr im doppelten Sinne warm anziehen. Dafür sprechen die angekündigten äußeren Bedingungen und mit Rot-Weiß Essen eine Mannschaft, die im Stadion an der Hafenstraße ihren Fans im letzten Heimspiel des Jahres mit einem Sieg noch ein schönes Weihnachtsgeschenk machen wollen. Das wird für den KFC ein harter Kampf auf weichem Geläuf. Mit einer Spielabsage war gestern nicht zu rechnen. Die Essener wollen unbedingt spielen. Zuletzt fielen das Pokalspiel und das Punktespiel in Wuppertal aus. Es stand lediglich ein Testspiel gegen den Westfalen-Oberligisten FC Brünninghausen (1:0) auf dem Programm.

Auch die Uerdinger hoffen, dass es heute nicht noch kurzfristig zu einer Absage kommt. Denn je mehr Nachholspiele nach der Winterpause anstehen, umso mehr könnte sich das aufs Unternehmen Aufstieg durch zusätzliche Belastungen negativ auswirken. Und anders als zu diesem Zeitpunkt bei vielen anderen Regionalliga-Vereinen, plagen Michael Wiesinger nur geringe Personalsorgen. Kapitän Mario Erb kehrt nach seiner Gelbsperre in die Viererkette zurück. Dort wurde er gegen Bonn von Patrick Ellguth prima vertreten, wenn gleich der Gegner vorne insgesamt ziemlich harmlos war. Aber vielleicht muss Ellguth erneut hinten aushelfen. Denn Christopher Schorch meldete sich am Mittwoch mit einer Magen-Darm-Infektion ab. Ob er auflaufen kann, entscheidet sich vielleicht erst kurz vor dem Spiel. Ferner konnten auch Tanju Öztürk (Wadenprobleme) und Florian Rüter (muskuläre Probleme) bis gestern nicht uneingeschränkt trainieren. "Ich habe meine Aufstellung im Kopf, aber ich weiß nicht, ob das klappt", sagte Wiesinger am Donnerstag. Allerdings stehen dem Coach brauchbare Alternativen zur Verfügung. "Wir wollen bis zur Pause mit aller Macht oben bleiben, egal in welcher Besetzung", sagt der Trainer.

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Ein Torfestival ist heute vom Papier her nicht zu erwarten. Während der KFC ja als Abwehrspezialist der Liga antritt, haben sich die Essener seit Mitte Oktober defensiv stabilisiert. Aber vorne haben die Rot-Weißen mit 30 Treffern eine bessere Erfolgsquote aufzuweisen als der KFC (21). Da wird auf die Uerdinger deutlich mehr Arbeit zukommen als gegen Bonn.

Im Hinspiel (2:2) brachte Marcel Platzek RWE zweimal in Führung. Verstecken wollen sich die Hausherren jedenfalls nicht. "Wir glauben, dass wir gegen jeden Gegner der Liga gut aussehen können", sagt Trainer Argirios Giannikis. Für den gibt es heute ein Wiedersehen mit zwei ehemaligen Schützlingen. Denn als Coach des Karlsruher SC gehörten Torwart René Vollath und Mittelfeldspieler Kai Schwertfeger zu seinen Schützlingen. Als er Mitte Oktober in Essen das Traineramt übernahm, wünschten ihm die beiden Uerdinger per SMS viel Glück. Das dürfte für den heutigen Tag sicher nicht gelten.

(RP)