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KEV gewinnt auch ohne Luca Hauf

Eishockey-Oberliga : KEV gewinnt auch ohne Luca Hauf

Im Heimspiel gegen den Herner EV setzten sich die Krefelder am Sonntagabend mit 4:3 nach Verlängerung durch. Hauf trainiert seit Freitag bei den Pinguinen und kann wegen der Corona-Bestimmungen vorerst nicht für das Oberligateam spielen.

(JH) In der Eishockey-Oberliga besiegte die U23 des KEV 81 am Sonntag in der Rheinlandhalle Herne mit 4:3 (2:1,0:0,1:2,1:0) n. Verl. Der KEV zeigte eine sehr gute Leistung und gewann hochverdient. Cheftrainer Elmar Schmitz hatte sein Team gegen den personell hochkarätig besetzten Gegner sehr gut eingestellt. Seine Mannschaft ließ im gesamten Spiel nur 20 Schüsse auf das Tor des erneut starken Nils Kapteinat zu. Im Angriff zeigten vor allem der erste und zweite Sturm viel Spielfreude und stürzte die Gäste um den guten Torwart Jonas Neffin von einer Verlegenheit in die andere. Schade, dass sich der KEV durch eine einzige Unaufmerksamkeit 20 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit um einen Dreipunktesieg brachte.

Trainer Schmitz musste neben dem verletzten Verteidiger Julius Bauermeister auch auf U17-Nationalstürmer Luca Hauf verzichten. Hauf trainiert derzeit bei den Pinguinen mit und kann deshalb wegen der Corona-Regeln in der DEL nicht beim KEV mitspielen. Der hochtalentierte Stürmer will sich zunächst bei den Pinguinen im Training präsentieren. Ob er auch zukünftig im DEL-Team mitspielen soll, steht noch nicht fest. Für Hauf spielte Jimmy Martinovic als Außenstürmer im dritten Sturm. Jakub Prokurat übernahm die Centerposition von Hauf. Beide machten ihre Aufgabe in der neu zusammengestellten Formation gemeinsam mit Marcel Mahkovec gut.

Der KEV war im ersten Drittel die tonangebende Mannschaft und ging nach 93 Sekunden durch Kapitän Adrian Grygiel in Führung. Als der KEV den Puck nicht aus dem eigenen Drittel bekam, glichen die Gäste aus. Deren Freude wehrte aber nur kurz. Nach einem Bullygewinn von Prokurat brachte Matthias Onckels den KEV mit einem abgefälschten Schuss wieder in Front. Eine Überzahl zum Ende des ersten Abschnitts konnten die Krefelder nicht nutzen. Die ersten zehn Minuten des Mitteldrittels gehörten Herne, auch deshalb, weil der KEV zweimal in Unterzahl war. Aber der KEV verteidigte geschickt.

Ab der 30. Minute nahmen die Hausherren das Heft wieder in die Hand. Gegen Ende des Mitteldrittels verpasste der KEV bei drei Großchancen die Vorentscheidung. Zunächst hatte Patrick Demetz Adam Kiedewicz bedient, dann tauchte Jimmy Martinovic alleine vor dem Gästetor auf und schließlich brachte auch Michael Fomin den Puck nicht am Gästeschlussmann vorbei. 44 Sekunden vor der Pausensirene hatte Herne plötzlich den Ausgleich auf dem Schläger. Kapteinat verhinderte aber mit einer Glanztat Schlimmeres.

Das Schlussdrittel stand im Zeichen vieler Zweikämpfe. Herne kam noch zum Ausgleich. Der KEV ließ sich davon aber nicht schocken und ging vier Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit zum dritten Mal an diesem Abend in Führung. Kiedewicz packte einen schönen Drehschuss aus und setzte den Puck über die Fanghand des Gästekeepers in die Maschen. 78 Sekunden vor dem Ende nahm Hernes Trainer Danny Albrecht seine Auszeit und seinen Torwart zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Der KEV verteidigte aber auch hier wieder prima, verpasste aber durch eine Abseitsposition bei einem Konter die Entscheidung. Als Hernes Torwart wieder im Kasten war und der KEV im gegnerischen Drittel die Zeit herunter spielen wollte, eilte Marsall plötzlich alleine auf das Krefelder Tor zu und erzielte den Ausgleich. In der Verlängerung machte Patrick Demetz mit einem platzierten Schuss, der vom Innenpfosten ins Tor sprang, den viel umjubelten Sieg perfekt.

Tore:1:0 (2.) Grygiel,1:1 (3.)Asselin, 2:1 (8.) Onckels, 2:2 (53.) Marsall,3:2 (56.) Kiedewicz, 3:3 (60.) Marsall, 4:3 (63.) Demetz.

Strafminuten: 12 + 10 Demetz/10.