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KEV 81: Die Pause im April ist doch völlig normal

Eishockey : Die Pause im April ist für den KEV 81 völlig normal

(RP) Zumindest das ist trotz der Corona-Pandemie eigentlich wie immer: Im Nachwuchsbereich des KEV 81 herrscht im April meist eine mehrwöchige Pause. Ein wenig Abstand gewinnen, die Akkus mal wieder aufladen, weiterbilden in Seminaren oder Trainerscheinen.

Auch für die Spieler ist es einmal ganz schön, anderes im Kopf zu haben, als nur Eishockey.

Aber was passiert eigentlich, wenn die Spieler zuhause sind? Und wann geht es wieder los? Für die Coaches ist im Sommer keinesfalls Pause angesagt. Und auch in der Corona-Zeit gibt es einiges zu tun. Sportvorstand Elmar Schmitz betont immer wieder: „Die Leute fragen oft, was wir Eishockey-Trainer im Sommer machen. Im Grunde ist es sowohl im Profibereich, als auch im Nachwuchs mit die wichtigste Zeit. Es werden Spieler gescoutet, neue geholt, Gespräche mit den eigenen Jungs geführt und die Trainingspläne gemacht.“

Verständlicherweise ist es auch im Nachwuchs in diesem Jahr besonders schwer, Spieler zu scouten. Der KEV hat einige Anfragen für die U15, U17 und U20. Doch wie soll man die Spieler bewerten? Welche Spieler sind qualifiziert und bekommen einen der begehrten Internatsplätze? Per Telefon, Online-Chats und Konferenzen versuchen die Verantwortlichen des KEV 81 derzeit alles, um die Mannschaften durch einen guten Mix aus Topspielern anderer Vereine und dem Großteil eigener Spieler möglichst optimal aufzustellen.

Auch die Trainingsplanung geht wieder los. Da gilt es den Sommerplan perfekt aufzubauen, Inhalte zu planen und einen klaren Aufbau zu schaffen, damit die Spieler gut vorbereitet in die neue Saison gehen können. „Wir sind zwar alle im Home-Office, haben aber jetzt viel Zeit, uns optimal auf alle Eventualitäten einzustellen. Leider ist ja auch kein Urlaub möglich. Wir wollen aber in jedem Fall ab dem geplanten Sommertrainingsstart Ende April ein Programm für die Spieler anbieten können. Daran arbeiten wir derzeit“, sagt Nachwuchskoordinator Robin Beckers. Um den Spielern ein Angebot zu machen, werden mehrere Optionen durchgespielt, da man noch nicht weiß, in wie weit es Lockerungen seitens der Regierung geben wird.

Trainingspläne, die die Spieler selbstständig durchführen, sind vor allem in der zweiten freien Phase im Sommer Standard. Diese Pläne bestehen und die Spieler kennen das Prozedere. Schwer ist hier eine Betreuung und Kontrolle der Athleten. Daher denkt man über andere Optionen zusätzlich nach. „Je nach den Vorgaben ab dem 20. April können wir uns vorstellen, vielleicht in Kleingruppen das Training wieder aufzunehmen“, so Beckers.

Auch an Online-Training wurde bereits gedacht. Eine weitere Möglichkeit wären kontrollierbare Aufgaben für die Sportler, die sie allein zuhause durchführen. „Besonders schwer ist das natürlich für unsere jüngeren Spieler von der U7 bis zur U13. Hier müssten die Eltern Traineraufgaben übernehmen. Das ist nicht ohne weiteres möglich. Auch hierüber machen wir uns derzeit Gedanken“, ergänzt U15-Koordinator Dennis Weidenbach. Klar ist, dass man ab dem 27. April wieder ein Angebot machen will und auch muss. „Wir wollen das unbedingt, damit unsere Spieler fit sind für die kommende Saison. Wir planen natürlich, als würde alles wie immer normal starten“, führt Elmar Schmitz an.