Kapitän Gentges sitzt beim Handball-Zweitligisten HSG Krefeld auf der Bank

Handball-2.Bundesliga : Kapitän Gentges sitzt auf der Bank

Der Spielmacher hofft, dass der Spielwitz wieder kommt und das Team den ersten Punktgewinn feiert. Am Freitag um 19 Uhr bestreitet die HSG Krefeld ihr erstes Auswärtsspiel in der 2. Bundesliga beim TuS Lübbecke.

In der 2. Bundesliga hat die HSG Krefeld ihre ersten drei Meisterschaftsspiele absolviert, die allesamt in der Glockenspitzhalle stattfanden. Die ernüchternde Bilanz lautet zwar null Punkte, doch es hätte durchaus den ein oder anderen Zähler geben können. Entsprechend war bei allen Spielern nach der Niederlage gegen den TV Emsdetten der Frust sehr groß. Gerade gegen diesen Gegner, aber auch eine Woche zuvor gegen Rimpar, zeigte die Mannschaft, dass sie zweitligareif ist, aber hat eben dieses noch nicht konstant  über 60 Minuten gezeigt.

„Das  stimmt, wir haben noch nicht alles abgerufen, was wir eigentlich können“, gibt sich David Hansen selbstkritisch. Der 1,93m große Rückraumspieler der Eagles hat beim EHV Aue sowie bei TuSEM Essen genügend Erfahrung in der 2. Bundesliga  gesammelt und weiß die aktuelle Saison auch sehr gut einzuschätzen. „Der Sprung von der Dritten Liga in die 2. Bundesliga ist schon riesengroß. Letzte Saison, wo wir Drittligameister geworden sind, da hat uns unsere individuelle Klasse geholfen. Jetzt haben wir es mit körperlich betonten und kompakteren Abwehrreihen zu tun“, sagt der Rechtshänder, der in allen Partien in der Anfangsformation stand und bisher mindestens einmal ins Tor traf.

Im Gegensatz zu Hansen musste HSG-Kapitän Tim Gentges bei Spielbeginn immer erst einmal draußen bleiben. „Wir sind auf allen Positionen zum Glück doppelt besetzt und auf meiner Position des Spielmachers macht das Simon Ciupinski zur Zeit echt überragend“, sagt Gentges. Es ist für ihn auch kein Problem zunächst auf der Bank zu sitzen. „Von außen hat man manchmal auch den besseren Überblick“, gibt sich der 32-Jährige ganz im Dienst seiner Mannschaft. Dass er im Spiel gegen Emsdetten nach dem Ausfall von Ciupinski rein kam, aber der diesen nicht eins zu eins ersetzen konnte, das wurmte ihn dann doch schon: „Ich habe gegen Emsdetten eines meiner schlechteren Spiele gemacht.“

HSG-Trainer Arnar Gunnarsson wird schon wissen, warum er Gentges zum Kapitän bestimmt hat. Er zeigt nicht nur in den Spielen, seine Führungsqualitäten, sondern diese sind auch im Training gefragt. So nimmt er kurzerhand die Taktiktafel zur Hand und zeichnet seinen Teamkollegen auf, wie er sich einen Spielzug vorstellt. „Wir müssen unseren Spielfluss und die Spielfreude wieder finden“, sagt er und hofft, dass das Team die Leistungsschwankungen abstellen kann.

Wenn die Eagles am Freitag um 19 Uhr ihr erstes Auswärtsspiel beim TuS Lübbecke bestreiten, dann wird Gentges wieder ins zweite Glied rücken, da Ciupinski sich während der Woche wieder fit meldete. In Lübbecke ist die HSG klarer Außenseiter, gelingt es jedoch bei den Spielern bis dahin die Köpfe frei zu bekommen und einfache Tore zu erzielen, dann dürfte eine Überraschung durchaus im Bereich des möglichen liegen.

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