Junioren-Weltmeister Jan-Hendrik Szymczak wird im Einer auf dem Elfrather See Vierter

Rudern : Jan-Hendrik Szymczak belohnt sich mit Platz vier

Der Junioren-Weltmeister zeigt nach nur zweiwöchiger Vorbereitung auf dem Elfrather See eine starke Leistung im Einer.

(RP) Mit der Reibekuchen-Regatta des Crefelder Ruder-Club (CRC) wurde auf dem Elfrather See die heiße Phase der Herbstsaison für die nordrhein-westfälischen Ruderer eingeläutet. Vor den anstehenden Landesmeisterschaften in zwei Wochen testeten viele Vereine schon einmal die Leistungsstärke ihrer Mannschaften. Entsprechend groß war auch wieder die Teilnehmerzahl. Philipp te Neues, Vorstandsmitglied des Regattavereins Niederrhein, freute sich über die mit der großen Resonanz verbundenen Einnahmen und hat die Herausforderungen der Zukunft im Blick: „Mit der aktuellen finanziellen Situation des Regattavereins können wir sehr zufrieden sein. Große Sprünge können wir deshalb aber noch nicht machen. Wir sind bemüht, für die Zukunft wieder internationale Events auf den Elfrather See zu holen, wie die Junioren-Europameisterschaft im Jahr 2017.“

Da die Landestrainer aus NRW im Rahmen der Krefelder Regatta in jedem Jahr zu einer Rangliste für alle 16- und 17-Jährigen als erste Standortbestimmung nach der Sommerpause im Einer einladen, ging es hier hart zur Sache. Über Vorläufe und die Finals wurde eine Rangliste gebildet, von denen die ersten Zehn eine Einladung des Chef-Landestrainers Ralf Wenzel zu einem einwöchigen Athletiklehrgang in den Herbstferien erhielten.

Besonders gut machte es Junioren-Weltmeister Jan Henrik Szymczak vom CRC, der nach einem starken Vorlauf das A-Finale erreichte und mit Platz vier in der Gesamtwertung belohnt wurde. Szymczak war mit dem Ergebnis zufrieden: „Als Weltmeister steht man halt richtig unter Druck. Da musst du liefern. Aber nach der WM im August war erst mal ein bisschen Urlaub und viel Organisatorisches für das anstehende Studium angesagt. Effektiv konnte ich mich nur zwei Wochen vorbereiten. Dafür war das Ergebnis okay.“

Große Ambitionen auf die zu vergebenden Titel in Krefeld und den Landesmeisterschaften zeigte der siegreiche Männer-Doppelvierer des CRC mit Jonathan Rommelmann, Jan Renner, Larus Melka und Moritz Koch. Auch die CRC-Frauen wollten da in der gleichen Bootsklasse in nichts nachstehen. Henriette te Neues, Sophie Baloghy, Hannah Lehnen und Katharina Rogosch setzten sich in einem spannenden Rennen gegen das favorisierte Boot aus Neuss durch. In der U19-Altersklasse gewann Hannah Lehnen zusammen mit Lara Horster auch noch den Doppelzweier.

In der prestigeträchtigen Bootsklasse des Achters mussten sich sowohl die Junioren des CRC wie auch der CRC-Männer mit Platz zwei begnügen. Dennoch ist der Krefelder Cheftrainer Markus Wöstemeyer damit für den Moment erst einmal zufrieden. Er äußerte sich vorsichtig optimistisch: „Wir haben in ein paar Bootsklassen schon gute Ergebnisse erzielt. Uns fehlen noch einige wichtige Sportler, die erst zu den Landes- und den deutschen Sprintmeisterschaften ins Team zurückkehren. So werden wir die ein oder andere Besatzung noch etwas verstärken können.“

In zwei Wochen gibt es ein Wiedersehen auf dem Elfrather See zur NRW-Landesmeisterschaft, danach folgen die Sprintklassen in Essen.

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