1:3 gegen Rot-Weiss Essen Darum tut Fischelns Trainer Ronny Kockel sein Team leid

Krefeld · Der Trainer des VfR Fischeln beklagt nach der 1:3-Niederlage im Achtelfinale des Niederheinpokals gegen den Bundesligisten Rot-Weiss Essen die Schiedsrichterleistung. Seine Mannschaft bot dem Favoriten gut Paroli.

 Torhüter Erik Gitner vom VfR Fischeln hatte gegen den Bundeslgisten mit mehr Arbeit gerechnet.

Torhüter Erik Gitner vom VfR Fischeln hatte gegen den Bundeslgisten mit mehr Arbeit gerechnet.

Foto: Mocnik/Mark Mocnik

Mehr als nur beachtlich haben sich die A-Junioren des VfR Fischeln im Achtelfinale des Fußball-Niederrheinpokals gegen den nur von der Papierform her übermächtigen Gegner Rot-Weiss Essen aus der Affäre gezogen. Dass der Bundesligist am Ende mit 3:1 (2:0) die Nase vorn hatte und erwartungsgemäß eine Runde weiter kam, ist in diesem Zusammenhang nur eine Randerscheinung. Mit allen Aktionen rund um das Spiel und nach Abzug der unvermeidbaren Kosten – die Gäste verzichteten übrigens auf ihren durchaus stattlichen Anteil – kamen für die Ukraine-Hilfe 580 Euro zusammen. Auf der anstehenden Jahreshauptversammlung wird dann noch einmal um eine Spende gebeten und danach das Geld an den Krefelder Radiosender „Welle Niederrhein“ übergeben, der über die entsprechenden Beziehungen verfügt.

Ärgerlich für das Kockel-Team, dass der Unparteiische Solomon Anderson (Süchteln) im Zweifelsfall immer, zudem seine Linienrichter in zwei Fällen eindeutig gegen seine Jungens entschieden. Zuerst beim 2:0 von Mustafa Kourouma, der deutlich im Abseits stand (31.). Dies bestätigten zur Halbzeit auch die vielen Schiedsrichter aus dem Kreis 6, die sich die Partie anschauten. Elefterios Theocharis hatte vor über 400 Zuschauern an der Kölner Straße den Favoriten früh nach vorne gebracht (3.).

Und auch eine Viertelstunde vor dem Ende nahm ein Assistent Einfluss: Da verlegte Anderson nach Beratung mit seinem Linienrichter eine harte Attacke knapp vor den Sechzehner, obwohl fast alle ZUschauer die Aktion klar innerhalb gesehen hatten (74.). Nach Foul an Amin Azdouffal hatte vorher Ylber Rrahmani zwischenzeitlich auf 1:2 verkürzt (63.).

Für die im zweiten Abschnitt überraschend mächtig in die Defensive gedrängten Essener machte Ohuzhan Büyükarslan erst in der Nachspielzeit den Sieg perfekt. Dreimal konnten sie sich im Laufe der Partie bei Pfosten oder Latte bedanken, dass es noch ein Weiterkommen gab.

„Wir haben heute Werbung für den Fischelner Jugendfußball gemacht. Schade, dass das Spiel von Leuten entschieden wurde, auf die wir keinen Einfluss haben. Das tut mir für die Mannschaft sehr leid, weil sie es nicht verdient hat“, war Kockel noch lange nach der Auseinandersetzung sichtlich angefressen, der bereits vor dem Anpfiff den Ausfall seines Torjägers Maciej Jan Herod (Corona) beklagt hatte.

Für VfR-Cotrainer Steffen Jelitto, im vierten Jahr mit Kockel ein Team, kam übrigens einmal im Pokalviertelfinale, also bereits eine Runde weiter, das Aus. Da war der 53-jährige Schulleiter noch Trainer der B-Junioren des TV Rumeln und unterlag Borussia Mönchengladbach.

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