Junge Pferde begeistern bei Kühnen

Reiten : Junge Pferde begeistern bei Kühnen

Dressurreiterin Manuela Heim erhält des Goldene Reitabzeichnen.

(off) Die Dressur-Olympiasiegerin Isabell Werth wurde am Sonntag mit Freude im Viereck erwartet, startete aber nicht. Das Turnier bei der TSG Junge Pferde für Spring- und Dressurpferde auf der Anlage bei Kühnen fand trotzdem guten Anklang bei tollem Wetter. Die Prüfungen spielten sich alle in der großen Reithalle ab. „Das hätte heute bei den frühlingshaften Temperaturen durchaus draußen stattfinden können“, sagte gut gelaunt Hausherr Friedhelm Kühnen, der Isabell Werth jedoch als Coach begrüßen konnte. 72 Prozent der Springreiter gingen an den Start. Die Zuschauer waren vom Können der jungen vier- bis achtjährigen Springpferde hellauf begeistert.

Der belgische Nationenpreisreiter Marc Boes und Matthias Gering vom RFV Hubertus Anrath-Neersen waren die großen Gewinner des Tages. Sie erscheinen gleich mehrfach in den Siegerlisten. Eine besondere Überraschung war der Besuch des Vielseitigkeits-Mannschafts-Olympiasieger vom 1988 Ralf Ehrenbrink, der einen indischen Springreiter betreut: „Er reiste extra für dieses Turnier aus Delhi an und fliegt danach wieder gleich zurück.“

Zusätzliche Blumensträuße gab es für die Amazonen. Den ersten holte sich die 28-jährige Viola Wilke (RFV Hubertus Anrath-Neersen) mit dem Sieg im M**-Springen auf dem achtjährigen Cirkon ganz souverän vor ihrem Lehrmeister Matthias Gering (mit gebrochenem Zehn im Sattel) auf Claymore mit 0/51,21 zu 0/53,04 Sekunden. Überlegen gewann Matthias Gering dann das S*Springen mit elf Sprüngen von 1,40 Metern Höhe und über die Runde von 390 Metern überlegen mit fehlerfreiem Ritt in 57,40.

Gestern stand die Verleihung des Goldenen Reitabzeichens für die 37-jährige Dressurreiterin Manuela Hein vom RV Lenzenhof mit ihrem liebgewonnen Erfolgspferd Feline im Fokus. Ihr Chef und Ausbilder Achim Frenzen hielt auf seine Mitarbeiterin die Laudatio. Hans-Peter Schmitz, Wertungsrichter und Vizepräsident des Pferdesportverbandes Rheinland, verlieh ihr die besondere Auszeichnung. Das bleibt für die meisten Turnierreiter nur ein Traum und unerreichbar. Manuela Hein schaffte dieses Leistungsabzeichen hauptsächlich mit dem zehnjährigen Kundenpferd Feline. Die Bereiterin führte das Pferd innerhalb von drei Jahren über die Dressurpferdeprüfung Klasse L über M bis zur schweren Prüfung Klasse S. Ihr erster S-Sieg schaffte sie mit der Stute 2017 und ließ dann letztes Jahr acht weitere folgen. Ihren ersten S-Sieg überhaupt holte sie 2012 in Aachen mit dem Endmaßpony „Dörenbergs Estobar“. Der Pferdesport wurde ihr sozusagen in die Wiege gelegen, als sie mit zwei Jahren ihr erstes Shetty „Polly“ bekam. Sie lernte auf dem Haflinger „Toni“. Das Familienmitglied starb letztes Jahr mit 35 Jahren. In ihrer Freizeit beschäftigt sich der Helene-Fischer-Fan gerne mit ihren beiden Shettys.

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