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Fußball: Josef Cherfi will Spieler für die neue Saison sichten

Fußball : Josef Cherfi will Spieler für die neue Saison sichten

Fußball: A-Jugendliche und Spieler der 2. Mannschaft des VfR Fischeln erhalten Einsatzzeiten. Morgen ist der VfB Homberg zu Gast.

"Das war es". Kurz und knapp sagte Fischelns Präsident Thomas Schlösser das, was den meisten unmittelbar nach der 0:1-Niederlage in Wülfrath durch den Kopf ging. Nach nur einer Saison kehrt der VfR nach seinem Aufstieg nach Lage der Dinge direkt wieder in die Landesliga zurück. Rein rechnerisch ist eine Rettung zwar noch möglich. Doch wer erlebte, wie sehr sich die Krefelder in den vergangenen Wochen zur Decke streckten mussten, um etwas länger hoffen zu dürfen, dem ist klar, dass die Qualität nicht ausreicht und der Abstieg aus der Oberliga die logische Folge ist. 20 Niederlagen in 30 Spielen drücken das in Zahlen aus. Auch wenn sicher nicht vergessen werden darf, dass sich auch das Verletzungspech wie ein roter Faden durch die Saison zog.

Acht Spiele stehen noch auf dem Programm, das morgen (15 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den VfB Homberg fortgeführt wird. Die von Günther Abel trainierten Duisburger mussten sich vor zwei Wochen auch noch Gedanken machen ob die Klasse gehalten werden kann, verschafften sich aber mit einem 2:1 gegen TuRU Düsseldorf und einem 3:0-Sieg beim Stadtderby in Hamborn einen beruhigenden Abstand zu den Abstiegsplätzen. Mit 41 Punkten sieht Abel seine Mannschaft aber noch nicht gerettet. So wird der VfB sicher mit aller Macht versuchen, beim VfR noch etwas für das Punktekonto zu tun. Torjäger in Reihen des VfB sind Almir Sogolj (13 Tore) und Chamdin Said (12), die über die Hälfte der Homberger Treffer erzielten.

Für Josef Cherfi beginnt nun schon die Sichtung für die neue Saison. In den verbleibenden Spielen will der VfR-Trainer ausgesuchten A-Jugendlichen und Spielern der 2. Mannschaft Wettkampfpraxis und die Chance geben, sich für die neue Saison zu empfehlen: "Wir werden das aber behutsam machen. Keiner soll verheizt werden. Außerdem wollen wir darauf achten, dass beide Mannschaften ihre Ziele erreichen". Wie das genau aussehen wird, soll in den nächsten Tagen mit allen Beteiligten besprochen werden.

Zwar ist Cherfis Verbleib noch nicht in trockenen Tüchern, aber sollte Schlösser weiterhin Präsident des VfR bleiben (siehe Bericht der gestrigen Jahreshauptversammlung), ist eine weitere Zusammenarbeit beschlossene Sache. Schlösser betonte das schon vor wenigen Wochen und auch Cherfi bekräftigte gestern weiter an der Kölner Straße arbeiten zu wollen: "Ich stehe ein weiteres Jahr zur Verfügung".

In personeller Hinsicht gibt es nichts Neues. An das Hinspiel in Homberg hat Cherfi keine guten Erinnerungen: "Wenn ich daran denke, läuft mir jetzt noch ein Schauer über den Rücken". Für morgen erwartet er von seiner Mannschaft wieder vollen Einsatz: "Wir müssen wieder den Biss zeigen, den wir vor Wülfrath gezeigt haben".

(RP)