Jetzt gibt es auch einen Laktattest in Krefeld

Eishockey : Jetzt gibt es auch einen Laktattest in Krefeld

Die Medizinische Abteilung der Pinguine um Mannschaftsarzt Dr. Martin Wazinski und Physiotherapeuth Florian Kreuzmann bat die Spieler zum Laktattest auf das Eis. Jeder musste drei Sprints a 225 Meter absolvieren.

Die Zeitmessung erfolgte mittels Lichtschranke. Nach jedem Sprint ging es an die Bande, wo den Spielern am Ohrläppchen Blut abgenommen wurde. „An Hand dieser Werte kann man erkennen, wie fit ein Spieler wirklich ist und man sieht auch, ob der Spieler bei den Sprints alles aus sich herausgeholt hat“, sagte Kreuzmann. Auf diese Tests, die an den anderen Standorten schon lange üblich sind, hatte sich die Sportliche Leitung mit den Mediziner nun auch in Krefeld verständigt. „Sportartspezifische Tests auf dem Eis sind wesentlich aussagekräftiger als die Ergebnisse auf dem Fahrradergometer. Man bekommt ein genaues Bild und erhält Aufschlüsse über die Regeneration“, erklärte Wazinski.

Pätzold und Klein setzen auf Beaulieu

In Pierre Beaulieu haben die Pinguine einen Co-Trainer verpflichtet, der sich auch gesondert um die Torhüter kümmert. Beaulieu war früher selber Torwart und ist inzwischen ausgebildeter Torwarttrainer. In dieser Funktion hat er auch zuletzt in Österreich gearbeitet. Für die drei Torhüter Patrick Klein, Dimitri Pätzold und Michel Weidekamp ist das ein völlig neues Gefühl. Der erfahrene Pätzold sagte: „Ein Torwarttrainer hat einfach das besondere Gefühl für uns Torhüter und wir haben mit ihm auch einen gesonderten Ansprechpartner.“ Der 24jährige Klein freut sich: „Ein Torwarttrainer ist gerade für mich als junger Torwart sehr wichtig. Pierre wird sicherlich noch einiges mehr aus mir herausholen.“

Fans zwischen Skepsis und Zuversicht

Was die Prognosen für die neue Saison angeht, geben sich die Fans recht zurückhaltend. Das ist sicherlich nach drei enttäuschenden Spielzeiten und nach vielen Neuzugängen, die in der DEL noch ein unbeschriebenes Blatt sind, verständlich. So sagte Dauerkartenbesitzer Paul Tzschichholtz aus Meerbusch: „Man muss abwarten, wie die Mannschaft zusammen findet. Am Kader wurde mächtig geschraubt, aber wenn ich sehe wie sich die Konkurrenten verstärkt haben frage ich mich, ob das für die Play-offs reicht.“ Etwas optimistischer äußerte sich Dirk Schlösser aus Krefeld: „Die Neuzugänge, die der Trainer aus Dänemark mit gebracht hat, sind sicher kein Fallobst. Wenn es gelingt, die Abwehr zu stabilisieren und die Torhüterposition nicht zur Achillesferse wird, könnte es vielleicht mit den Play-offs klappen.“