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Hülser SV ist ein Jahr zu früh aufgestiegen

Amateur-Fußball : Der Hülser SV ist ein Jahr zu früh aufgestiegen

Die Verantwortlichen des Fußball-A-Ligisten hatten den Bezirksliga-Aufstieg erst für 2023 geplant. Dank des Zusammenhalts im Team, in dem fast nur Spieler aus dem eigenen Nachwuchs stehen, klappte es früher.

Das ist keine Überraschung, das ist ein Hammer! Der Hülser SV spielt in der kommenden Saison in der Fußball-Bezirksliga. Und nicht etwa als Zweiter der Aufstiegsrunde der Kreisliga A, was schon etwas mit Überfliegermentalität zu tun gehabt hätte, sondern als Meister. Andre Wienes, der 2019 als damaliger A-Junioren-Trainer die Grünhemden in großer Abstiegsgefahr übernommen hat, ist von dem Geschehenen immer noch ziemlich überwältig und stellt fest: „Unglaublich, weil das alles im Prinzip mindestens ein Jahr zu früh gekommen ist. Intern haben wir einen Aufstieg für später schon einmal vorgedacht. Fraglos waren viele Kontrahenten von den Namen her besser bestückt. Aber mit großer mannschaftlicher Geschlossenheit und Zusammenhalt - im Team stehen fast nur Hülser Jungens - haben wir alle hinter uns gelassen.“

Beim allgemeinen Wechselspiel im vergangenen Sommer wurde personell wieder mal auf den eigenen Nachwuchs gesetzt. Dazu kam Michael Enger als Rückkehrer, der mit seiner Erfahrung von über 100 Einsätzen in Oberliga und Landesliga der Gesamtkonstruktion

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natürlich gut tat. Nach der Mammutvorrunde stand die Elf um Kapitän und Keeper Arndt Heidemann, ein wichtiger Rückhalt, auf Platz 6. Und obwohl da das letzte 1:1 gegen Teutonia St. Tönis II wegen eines Wechselfehlers der Gäste in einen Erfolg umgewandelt wurde, war dies wahrlich noch keine Ausgangsposition, um von Höherem zu träumen. Aber danach legten die Grünhemden in der Aufstiegsrunde eine Serie hin, die Seines gleichen sucht. Von zehn Begegnungen gegen die unmittelbare Konkurrenz wurden neun gewonnen. Nur die erste gegen den VfB Uerdingen endete 1:1.

 Sehr froh waren die Verantwortlichen auch, dass Nick Falcone nach 18 Monaten bei Teutonia II, wo er nicht die Wertschätzung genoß, wie von den meisten erwartet, wieder an den Hölschen Dyk zurückkehrte und auf Anhieb viele Treffer erzielte. Übrigens: die letzten vier Partien, eigentlich fünf, weil vorher einmal bereits früh ausgeschieden, musste Enger ersetzt werden.

Wie geht es weiter? Mit Schlussmann Lukas Claaßen (eigener Nachwuchs) und Miron Schmidt bzw. Sebastian Jochum (beide eigene Zweite) kommen drei Akteure dazu. Drei sind aber auch nicht mehr dabei. Dies sind Timo Maas, Torwart Luca Mönke (beide eigene Zweite) und Lucas Parvisi (unbekannt). Letzterer, im Winter von Bockum gekommen, fasste nie richtig Fuß, obwohl er ausgerechnet gegen Amern II das Siegtor vorbereitete. Klar aus dem Umfeld der Mannschaft herauszuhören ist, dass sie sich auf die Herausforderung Bezirksliga freut. Ob auch Christopher Brüning dabei sein wird, bleibt abzuklären. Er besitzt für die Hülser ein sogenanntes Zweitspielrecht, wobei sein Heimatclub der münsterländische Landesligist Vorwärts Wettringen ist.