Tennis: HTC geht im Regen baden

Tennis : HTC geht im Regen baden

In der Tennis-Bundesliga wartet der HTC Blau-Weiß Krefeld weiter auf den ersten Sieg. Gestern unterlag die für den Stadtwald-Club spielende Auswahl im Rochusclub mit 1:5. Nur Maximo Gonzalez gewann sein Einzel.

Der HTC Blau-Weiß Krefeld muss auch weiterhin auf den ersten Sieg seit drei Jahren warten. Am dritten Spieltag in der Tennis-Bundesliga unterlag die Mannschaft von Teamchef Olaf Merkel beim Düsseldorfer Rochusclub mit 1:5 und hat durch das Unentschieden von Freitag weiterhin einen Punkt auf dem Konto. In der Tabelle bedeutet das eine Punktgleichheit mit Nürnberg, gleichbedeutend mit Rang sieben aufgrund des besseren Satzverhältnisses vor den beiden noch sieglosen Teams aus Neuss und Amberg. Am Sonntag kommt nun der Tabellenfünfte, Wacker Burghausen, nach Krefeld. Die Partie beginnt um 11 Uhr.

Die Partie begann mit einer fast zweistündigen Verspätung. Der Dauerregen hatte die Verantwortlichen mächtig ins Grübeln gebracht, die Partie nicht kurzfristig in die Halle zu verlegen. Das ist in der Tennis-Bundesliga aber mit einem Heidenaufwand verbunden, und auch für die Zuschauer ist so ein Umzug ziemlicher Käse, weil es schwieriger ist, die Partien zu verfolgen. Dementsprechend mussten beide Teams warten, bis dann endlich der erste Aufschlag ausgeführt werden konnte – auf der Anlage am Rolander Weg.

Die Freude, dass die Bälle endlich fliegen konnten, hielt aber nur relativ kurz, bis der nächste Regenguss vom Himmel rauschte. Für Thomas Schoorel, den Niederländer in Krefelder Diensten, war die wenige Zeit der Trockenheit noch zu lang und hatte eine klare Zwei-Satz-Niederlage gegen den Georgier Taymuraz Gabashvilli zur Folge. Das Spiel ging so schnell vorbei, dass in der Partie zwischen Andre Begemann und Krefelds Nicolas Devilder gerade mal der erste Satz beendet war. Die Pause tat dem Franzosen nicht gut: Als es wieder trocken war, gab er den zweiten Satz schnell ab.

Für den Argentinier Maximo Gonzalez, der gegen Mischa Zverev ran musste, hatte sich zunächst das Warmmachen kaum gelohnt, weil seine Partie beim Stand von 1:1 im ersten Durchgang unterbrochen wurde. Danach lieferten sich die beiden ein ausgeglichenes Duell, und weil beide jeweils einen Satz gewannen, musste der Champions-Tiebreak die Entscheidung bringen – den gewann Gonzalez. Es sollte der einzige Einzelpunkt bleiben, denn im Spitzeneinzel unterlag Inigo Cervantes gegen Pablo Andujar, so dass vor den Doppel klar war, dass Blau-Weiß maximal einen Punkt aus der Landeshauptstadt würde mitbringen können.

Krefelds Teamchef Olaf Merkel ließ seine Doppel "von oben herunter" spielen, also Cervantes mit Schoorel und Gonzalez mit Devilder. Sein Gegenüber Detlef Irmler spielte ebenfalls mit seinen Top-Akteure in Doppel Eins, also mit Andujar/Gabashvilli, im zweiten Doppel kam Emmrich neu hinzu und agierte neben Begemann. Das war für Düsseldorf wichtig, konnte der Rochusclub doch mit zwei Siegen in den Doppeln mindestens einen Rang in der Tabellen wettmachen, weil die Partie zwischen Mannheim und Halle Unentschieden ausgegangen war. Die beiden Krefelder Paarungen wehrten sich tapfer. Doch das Spitzendoppel unterlag in zwei Durchgängen, so dass die Partie entschieden war. Auch im zweiten Doppel zog Blau-Weiß den Kürzeren, wenngleich die Entscheidung erst im Champions-Tiebreak fiel.

(RP)
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