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Tennis: HTC Blau-Weiß wiederholt das Wunder von Erfurt

Tennis : HTC Blau-Weiß wiederholt das Wunder von Erfurt

Das ist der pure Wahnsinn! Bundesligist HTC Blau-Weiß Krefeld reichte gestern im Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Erfurt ein 3:3-Unentschieden zum Klassenerhalt.

Da der TC Amberg in Mannheim überraschend hoch mit 0:6 unter die Räder kam, liegt das StadtwaldTeam als jetzt Drittletzter in der Endabrechnung zwar nach Punkten und Matchen gleichauf mit den Bayern, hat aber um drei Sätze (!) die Nase ganz knapp vorne. Damit gelang den Blau-Weißen zum zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte in Erfurt ein Wunder.

Vor vier Jahren hatte der HTC dort ebenfalls das fast Unmögliche möglich gemacht und den Abstieg verhindert. "Das ist sensationell. Wir haben uns das in dieser Saison auch redlich verdient", sagte Teamchef Olaf Merkel nach dem Spiel, der damit drei Tage nach seinem runden Geburtstag (60) das schönste Geschenk erhielt.

Dass die Krefelder ausgerechnet Amberg auf einen Abstiegsplatz verdrängten, dürfte in der Liga für große Freude sorgen. Denn die Art und Weise, wie Amberg die Begegnungen gegen die Topteams angesichts ihrer Aufstellung schon im Vorfeld "abschenkten", ist höchst unsportlich.

Die Chancen auf einen Sieg in Erfurt waren für die Blau-Weißen im Vorfeld gesunken. Denn der Italiener Matteo Viola hatte am Samstagabend beim Turnier in San Marino erst weit nach Mitternacht sein Doppel-Finale beendet. Nur ohne Schlaf hätte er es noch rechtzeitig bis nach Thüringen geschafft. Daher wurde Dennis van Scheppingen nachnominiert, der sich an Position vier erst im Champions-Tiebreak geschlagen geben musste. Simone Vagnozzi war an Position zwei ohne Chance.

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Den 0:2-Rückstand glichen dann diesmal die beiden Spanier der Blau-Weißen aus. Die machten es allerdings höchst spannend. Inigo Cervantes musste im Spitzeneinzel des Tages gegen den Franzosen Edouard Roger-Vasseline im Champions-Tiebreak trotz 5:1-Führung beim Stande von 8:9 einen Matchball abwehren. Er bewies starke Nerven, glich zum 9:9 aus und verwandelte dann seinen ersten Matchball zum 11:9. In den beiden Doppeln brachten die beiden Niederländer Dennis van Scheppingen und Antal van der Duim die Krefelder mit 3:2 in Führung.

Jetzt hoffte der kleine mitgereiste Anhang aus dem Stadtwald aber vergeblich auf den Siegpunkt. Das spanische Duo Galdon/Cervantes musste sich im Champions-Tiebreak geschlagen geben. Zu diesem Zeitpunkt wusste Teamchef Olaf Merkel aber schon, das ein Unentschieden reichen wird. Er rief direkt in Mannheim an und bedankte sich bei den Grün-Weißen, dass diese den Ambergern nichts geschenkt haben. hgs

(RP)