Tennis: HTC-Blau-Weiß muss punkten

Tennis : HTC-Blau-Weiß muss punkten

Tennis: Der Krefelder Bundesligist ist morgen ab 11 Uhr beim Rochusclub in Düsseldorf zu Gast.

Am Rolander Weg in Düsseldorf, wo sich jedes Jahr im Mai Weltklassespieler zu einem Turnier treffen, stehen sich morgen ab 11 Uhr der Rochusclub Düsseldorf und der HTC Blau-Weiß Krefeld im Abstiegskampf der Bundesliga gegenüber. Der größte Druck liegt zweifelsohne bei den Gastgebern, die derzeit mit nur drei Zählern einen der beiden Abstiegsplätze belegen. Wahrscheinlich können sie das rettende Ufer nur mit einem Sieg über den Niederrhein-Rivalen aus dem Stadtwald erreichen. Den Krefeldern würde wahrscheinlich schon ein Unentschieden zum Klassenverbleib reichen.

Beim Versuch, in Bestbesetzung antreten zu können, liefen bei beiden Teamchefs gestern die Telefondrähte heiß. Olaf Merkel, der bereits am Donnerstag durch die Absage seines Topspielers Jürgen Melzer eine Hiobsbotschaft hinnehmen musste, wartete noch auf die endgültige Zusage von Potito Starace. Der Italiener verlor gestern Nachmittag beim Challenger-Turnier in Cortina d'Ampezzo sein Einzel gegen seinen Landsmann Federico Gaio, ist aber an der Seite seines Krefelder Teamkollegen Alessandro Giannessi noch im Doppel im Rennen. "Ich habe mit ihm telefoniert. Er will das Doppel auf jeden Fall spielen", so Merkel. Sollte Starace in seiner Heimat bleiben, wird der Kroate Kristjan Messaros an Position eingesetzt.

Sicher ist, dass Fabio Cipolla und Pablo Galdon zum Einsatz kommen werden. Grünes Licht erhielt Merkel auch von Maximo Gonzales. Der Argentinier unterlag gestern beim ATP-Turnier in Kitzbühel im Halbfinale dem jungen Belgier David Goffin in drei Sätzen. Er wird morgen in Düsseldorf bei seinem ersten Saisoneinsatz für den HTC das Spitzeneinzel des Tages bestreiten.

Düsseldorfs Teamchef Detlev Irmler wollte mit seiner Top-Besetzung Igor Sijsling (Weltrangliste 75), Teymuraz Gabashvili (66), Pablo Andujar (44), Pere Riba-Madrid (103) und Doppel-Spezialist Michal Mertinak (Doppel 91) antreten. Davon übrig geblieben sind Gabashvili, Andujar und Mertinak. "Mein Kampfschwein Pere hat sich eine Viruserkrankung zugezogen. Und Igor hat plötzlich festgestellt, dass seine Mutter ihn bei den Turnieren in Toronto und Cincinnati angemeldet hat und er dort in die Qualifikation muss. Er ist also schon in Kanada", erläutert der Teamchef.

So baute Irmler seine Mannschaft notgedrungen um, beorderte erstmals in dieser Saison Albert Montanes (119) an den Rolander Weg und hat somit drei Einzelspieler parat. "Den vierten Einzelspieler suche ich noch", so der Teamchef. Wahrscheinlich wird es einer aus dem Trio Peter Torebko (297), Filip Horansky (481) und Jozef Kovalik (352) werden. Viele Alternativen hat Irmler aber nicht. Jesse Huta-Galung (193) hatte vom Teamchef, in der sicheren Annahme ein komplettes Team zusammen zu haben, frei bekommen. Martin Klizan (58) und Mischa Zwerev (409) sind verletzt

(RP)
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