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HTC Blau-Weiß Krefeld bringt einen Punkt aus Aachen mit

Tennis-Bundesliga : HTC Blau-Weiß bringt einen Punkt aus Aachen mit

Zum Auftakt der Tennis-Bundesliga endete das Auswärtsspiel der Krefelder mit 3:3. Neuzugang Andrea Pellegrino überzeugte. Er sorgte zusammen mit Marco Cecchinato im Doppel für den entscheidenden Punkt zum Unentschieden.

Mit dem erhofften Punktgewinn kehrte der HTC Blau-Weiß Krefeld am Freitagabend vom Auftaktspiel der Tennis-Bundesliga aus dem Aachener Kurpark zurück. Das 3:3 (2:2) war am Ende eine gerechte Punkteteilung. „Ich hatte vorher auf den Punkt gehofft, aber nach dem 0:2-Zwischenstand nicht mehr damit gerechnet“, sagte Teamchef Hajo Ploenes nach dem letzten Doppel, der besonders die gute Vorstellung von Neuzugang Andrea Pellegrino herausstellte. Am Sonntag (11 Uhr) ist das Stadtwaldteam zum Nachbarschaftsduell beim Gladbacher HTC zu Gast.

Obwohl seit Freitag wieder fast unbegrenzt Zuschauer auf die Tennisanlagen dürfen, waren die Ränge im Kurpark sehr dünn besetzt. Schließlich kam die Corona-Inzidenzstufe 0 der NRW-Regierung zu kurzfristig, um die Fans noch informieren zu können.

Zum Aufgebot der Krefelder gehörte auch Olaf Stiller. Der erlebte bei seiner Bundesliga-Premiere als neuer 1. Vorsitzender des HTC Blau-Weiß keinen guten Start. An Position zwei erwischte Andrea Collarini (ATP 206) gegen den Tschechen Tomas Machac (ATP 144) einen guten Start. Pech hatte er, als sein Satzball zum 6:4 von seinem Gegenüber mit einem Netzroller abgewehrt wurde. Das war die Schlüsselszene des Spiels. Denn der Italiener kam aus dem Rhythmus, sein Gegner wurde immer besser und setzte sich am Ende verdient in zwei Sätzen durch.

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Krefelds Neuzugang Andrea Arnaboldi (ATP 277) lieferte sich gegen Tim Pütz ein ausgeglichenes Duell, musste sich aber zweimal im Tiebraek gegen den deutschen Doppelspezialisten, der auf der ATP-Tour kein Einzel mehr spielt, geschlagen geben. 

Besser machten es die restlichen beiden Blau-Weißen der Quadra Azzuri. Im Spitzeneinzel des Tages kam Marco Cecchinato (ATP 86) gegen den Franzosen Antoine Hohang (ATP 156) schwer in Fahrt und musste sich im ersten Satz zum 7:5-Erfolg kämpfen. Danach machte er kurzen Prozess. Für den 2:2-Ausgleich sorgte dann Andrea Pellegrino (ATP 243) bei seinem Debüt für Blau-Weiß mit einer starken Vorstellung gegen den erfahrenen Belgier Steve Darcis, der seit Januar 2020 nicht mehr auf der ATP-Tour spielt.

Nach der Doppel-Aufstellung deutete alles auf eine Punkteteilung hin. Denn Aachens Spezialist Tim Pütz, immerhin die Nummer 39 der ATP-Doppelrangliste, ging zusammen mit Tomas Machac gegen das zweite Krefelder Duo Arnaboldi/Collarini als Favoriten in das Duell, was sich auch im Ergebnis widerspiegelte. Also ruhten die Blau-Weiß-Hoffnungen auf das Duo Cecchinato/Pellegrino. Das tat sich im ersten Satz sehr schwer und konnte den Durchgang erst mit dem siebten Satzball entscheiden. Es blieb spannend, weil die Aachener am Netz überraschend viele Punkte machten. Am Ende verwandelte Pellegrino mit einem Longline-Ball den dritten Krefelder Matchball.