Tennis HTC Blau-Weiß fehlt das Glück

Bundesliga · Tennis: Alle vier Einzel gegen Halle gingen beim 0:6 im Champions-Tiebreak verloren.

 Kristijan Mesaros gab gestern seinen Einstand beim HTC Blau-Weiß Krefeld. Trotz seiner Niederlage gegen Jan-Lennard Struff deutete der Kroate an, dass er durchaus eine Verstärkung für die Seidenstädter sein kann.

Kristijan Mesaros gab gestern seinen Einstand beim HTC Blau-Weiß Krefeld. Trotz seiner Niederlage gegen Jan-Lennard Struff deutete der Kroate an, dass er durchaus eine Verstärkung für die Seidenstädter sein kann.

Foto: Thomas Lammertz

Dem HTC Blau-Weiß Krefeld blieb gestern beim Heimspiel in der Tennis-Bundesliga gegen den TC Blau-Weiß Halle vor 1050 Zuschauern der dritte Sieg in Folge verwehrt. Obwohl die Gastgeber von Beginn an dem Gast aus Ostwestfalen harte Gegenwehr boten, unterlagen sie am Ende mit 0:6. Das klare Ergebnis spiegelt allerdings nicht den Spielverlauf wieder, denn in den Einzeln zeigten sich die Krefelder Spieler ihren Gegenüber als ebenbürtig. Nur in den Champions-Tiebreaks, in die alle vier Partien gingen, fehlte dem HTC etwas an Glück.

Im ersten Einzel legte der Argentinier Martin Alund gegen David Munoz-de la Nava mächtig los, indem er den Spanier problemlos mit seinen präzisen Schlägen bis zum 5:0 beherrschte und so mit 6:3 den ersten Satz holte. Danach leistete sich Alund vermehrt leichte Fehler, die zum 3:6 im zweiten Satz führten. Auch im Champions-Tiebreak ließ der Argentinier sein Können zunächst nicht aufblitzen, kam aber nach einem hohen Rückstand wieder auf 7:8 heran. Mit einem leichten Vorhandfehler sowie zwei Fehlaufschlägen brachte er sich aber doch wieder auf die Verliererstraße.

Seine Premiere im blau-weißen Dress feierte der Kroate Kristijan Mesaros, der gegen den deutschen Jan-Lennard Struff mit 6:1 im ersten Satz einen Traumstart hinlegte. Als Mesaros dann auch noch mit 4:1 im zweiten Durchgang führte, sah es nach dem ersten Punkt für Krefeld aus. Jedoch hatte keiner die Rechnung mit Struff gemacht, der fortan alle Bälle riskant annahm und auch noch traf. Mesaros gab zwar weiter sein Bestes, fand aber in der Folge kein akkurates Mittel gegen die platzierten Schläge von Struff, mit denen er auch den Champions-Tiebreak bestimmte.

Zu einer großen Regenunterbrechung kam es bei den Partien zwischen Matteo Viola gegen den Finnen Jarkko Nieminen und Potito Starace gegen den Niederländer Robin Haase, die zuvor beide ihre ersten Sätze abgegeben hatten. Die lange Warterei und die Entscheidung, nicht in die Halle zu wechseln, machte sich zunächst bezahlt. Sowohl Starace als auch Viola kämpften sich wieder zurück ins Spiel, wo sie jeweils mit einem 7:6 im zweiten Satz für den Ausgleich sorgten, so dass auch in diesen beiden Einzel der Sieger im Champions Tiebreak ermittelt werden musste. Doch das nötige Glück fehlte den beiden Krefeldern auch hier. Starace unterlag mit 6:10, und Viola musste sich der Nummer 62 in der ATP-Weltrangliste äußerst knapp mit 9:11 geschlagen geben.

In den anschließenden und bedeutungslos gewordenen beiden Doppeln machte das Duo Haase/Munoz-de la Nava mit 6:1 und 6:3 kurzen Prozess mit Starace/Mesaros. Auch der Paarung Viola/Alund blieb gegen Struff/Kas mit 7:6, 4:6 und 3:10 der verdiente Krefelder Ehrenpunkt verwehrt.

Für den HTC Blau-Weiß geht es am kommenden Sonntag mit einem Auswärtsspiel weiter. Gegner ist dann der starke Aufsteiger Gladbacher HTC, der gestern beim TK Kurhaus Aachen mit 2:4 allerdings seine zweite Saisonniederlage kassierte.

(RP)
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